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4 Gründe gegen das Entfernen der weiblichen Intimbehaarung

Die Schambehaarung im weiblichen Intimbereich hat durchaus ihren biologischen, natürlichen Sinn. / Bild:Fotolia
4 Gründe gegen das Entfernen der weiblichen Intimbehaarung

Ob Entfernung durch Waxing, Rasur oder Laser: Die Intimbehaarung bei Frauen führt in unserer heutigen Gesellschaft ein wahres Schattenleben und die Wege, ihr den Garaus zu machen, sind vielfältig. Überdies ist es heute ein gesellschaftliches Credo, die Haare „dort unten“ möglichst zu reduzieren, immer noch gelten sie unter vielen Menschen als etwas Obszönes, Unästhetisches, das so in seiner natürlichen Daseinsform einfach nicht existieren sollte. Doch an sich sind Schamhaare nichts Verwerfliches – und sie haben auch ihre von Natur aus gegebene „Daseinsberechtigung“. Hier sind einige Gründe, warum es auch von Vorteil sein kann, sie nicht immer wieder zu entfernen.

1. Alternativ trimmen

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Zu allererst, zugegeben: Die Intimfrisur muss nicht zu 100% „natürlich“ wuchernd bleiben – auch hier lässt sich einiges variieren. Etwa, die Haare einfach zu trimmen bzw. zu stutzen kann bereits für ein ästhetisches und abwechslungsreiches Resultat sorgen – ganz ohne Mikroverletzungen und entzündete blutige Hautbereiche. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt!

2. Keine Verletzungen mehr

Um gleich an Punkt 1 anzuschließen: Wohl jede Frau kennt es – die sensible Gegend im Intimbereich ist für Rasurverletzungen wie Schnitte besonders anfällig. Dies liegt vor allem daran, dass manche Bereiche schwer zu erreichen sind und auch die Hautebene nicht glatt verläuft, wie etwa an den Beinen. Auch die Haut im Intimbereich zeichnet sich durch eine hohe Sensibilität aus. So kommt es schnell zu Reizungen und im schlimmsten Fall zu blutigen Schnitten, die häufig Entzündungen, Rasurpickel oder auch eingewachsene Haare nach sich ziehen.

3. Pheromone

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Im sinnlichen Rausch der Düfte: Pheromone sind bestimmte Botenstoffe, die nicht nur in der Tierwelt, sondern auch beim Menschen freigesetzt werden. Sie sorgen für die Kommunikation über Gerüche und wirken dabei vor allem als wichtige Sexuallockstoffe. Einige wissenschaftliche Studien konnten bestätigen, dass Schamhaare dabei helfen, Pheromone einzufangen und besser zu verteilen. Dies könne für eine höhere Anziehungskraft und eine intensivere Stimulation zwischen Sexualpartnern sorgen.

4. Barriere gegen Bakterien und Schutz des Mikrobioms

Besonders interessant: Durch eine natürliche Behaarung „down under“ können wir dazu beitragen, uns ganz natürlich vor bakteriellen Infektionen schützen. Eine Studie des American Journal of Obstetrics and Gynecology konnte belegen, dass 60 Prozent der Frauen nach dem Entfernen ihrer Schamhaare eher gesundheitliche Beschwerden entwickeln würden. Zurückzuführen sei dies vor allem darauf, dass Schamhaare dabei helfen, den empfindlichen Intimbereich vor Bakterien, Staub und auch Schmutz zu bewahren. Ebenso konnte belegt werden, dass die häufige Elimination von Schamhaar mit einem erhöhten Risiko für sexuell übertragbare Infektionen korreliere. Dies wirft Forschern zufolge die Frage auf, ob das Vorhandensein von Schamhaar nicht nur auf das vaginale, sondern auch das urinale Mikrobiom Einfluss nehmen könne. Dies könnte auch darauf schließen lassen, dass die Entfernung des Schamhaars mit häufigeren Harnwegsinfektionen in Verbindung gebracht werden könnte.