Ernährung

Heutige Ernährung beeinflusst Kinder von morgen

Die Ernährung der Mutter beeinflusst das Ungeborene noch bevor es überhaupt zu einer Schwangerschaft kommt. /Bild: Fotolia
Heutige Ernährung beeinflusst Kinder von morgen
Catharina Kaiser

Dass es einen Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise von Menschen und der Gesundheit ihrer ungeborenen Kinder gibt, ist für viele sicherlich überraschend. Die Aussage „Du bist, was du isst“ sollte also um den Zusatz „und die zukünftigen Kinder werden dasselbe sein“, erweitert werden. Genau zu diesem Ergebnis kamen nun nämlich aktuelle Forschungen. Genau zu diesem Ergebnis kam nun jedoch eine Studienreihe bestehend aus drei unterschiedlichen Arbeiten. Was Erwachsene in den Monaten und Jahren vor der Geburt ihres Kindes konsumierten, hat nämlich eine langfristige Auswirkung auf das Wachstum sowie auf die Entwicklung des Kindes. Aus diesem Grund empfehlen Experten diesen Zusammenhang bereits in der Schule zu lehren.

Schwangerschaft und Ernährung

Im Speziellen fordern die Studienautoren eine verbesserte Unterstützung für Personen die eine Familie gründen wollen, sowie verstärke Aufklärungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, um Fettleibigkeit zu reduzieren. „Im Rahmen der Studie entdeckten wird, dass die Gesundheit der Eltern, einschließlich ihrem Gewicht sowie ihrem Stoffwechsel, das Risiko chronischer Erkrankungen bei Kindern beeinflussen kann“, erklärt Hauptautorin der Studie Prof. Judith Stephenson. Demnach sei es von entscheidender Bedeutung, das Bewusstsein für diesen Zusammenhang zu schärfen und Menschen entsprechend aufzuklären, um die Gesundheit von Kindern noch vor ihrer Geburt zu verbessern. Dazu sollen die Erkenntnisse aus zwei neue Analysen von Frauen im gebärfähigen Alter (18-42 Jahre) aus Großbritannien und Australien dienen. Auf Basis der Daten von 509 Teilnehmerinnen schätzen die Forscher, dass viele Frauen nicht ernährungsphysiologisch auf Schwangerschaft vorbereitet sind.  Das bedeutet, sie hatten nicht ausreichend Nährstoffe wie Vitamin A und B12, Kalzium und Zink. 96% von ihnen hatten zudem einen Eisen- und Folatmangel. Allerdings kann dies durch Nahrungsergänzungen in nur einem Monat korrigiert werden.

Aufklärung über Nährstoffmängel

Da Mangelerscheinung während der Schwangerschaft und sogar vor einer Schwangerschaft die Gesundheit des Kindes negativ beeinflussen können, fordern die Studienleiter Interventionen, die möglichst früh gehalten werden sollten. „Die Unterstützung und Aufklärung über die Ernährung vor einer Schwangerschaft muss auf eine Art und Weise erfolgen, die Jugendliche dazu bringt über ihre Essgewohnheiten wie auch die Gesundheit und den Einfluss auf eine spätere Schwangerschaft nachzudenken“, so Prof. Stephenson. Die hochsignifikanten Ergebnisse der Studie sind laut Prof. Janice Rymer, Vizepräsidentin des Royal College of Obstetricians and Gynecologists (RCOG), besonders besorgniserregend und enorm wichtig um die Gesundheit zukünftiger Generationen zu schützen. Daher plädiert sie für das Beimischen von Folsäure zu normalem Mehl. Durch diese einfache Maßnahme könnte ein Nährstoffmangel bei Frauen, etwa mit einem schlechten sozioökonomischen Status, oder Frauen, die ihre Schwangerschaft nicht geplant haben, bereits vorab korrigiert werden. Verbesserungen der öffentlichen Gesundheit würden demnach nicht nur der gegenwärtigen Gesellschaft, , sondern ebenso zukünftigen Generationen zu Gute kommen.