Bewegung

Desk-Yoga: Die perfekte Pause für Körper und Geist 

Die Personal-Trainerin David Beckhams gibt Tricks für Yoga am Arbeitsplatz preis. /Bild: Fotolia
Desk-Yoga: Die perfekte Pause für Körper und Geist 
Catharina Kaiser

Desk-Yoga klingt zugegeben etwas hölzern, doch David Backhams ehemalige Personal-Trainerin schwört darauf und gibt seine Tipps und Tricks nun der Öffentlichkeit preis. Nachdem stundenlang am Schreibtisch festgekettet zu sein, Körper und Geist schon einmal ordentlich auf die Probe stellt, ist dies der beste Weg um den Arbeitstag zu retten. Immerhin ist der Mensch ja eigentlich nicht dazu geschaffen, von früh bis spät auf seinem Allerwertesten zu sitzen und dabei in den Computer zu starren. Bewegungsmange ist ein Problem, das fast jeder kennt und Kopfschmerzen, Verspannungen und Müdigkeit sind zu alltäglichen Beschwerden geworden. Dank Desk-Yoga kann dies, laut Shona Vertue, binnen weniger Minuten gelindert werden. Augen schließen, tief atmen und ein paar kleine Bewegungen sind alles was es dazu braucht und das ist sogar am Arbeitsplatz möglich.

Produktivität & Konzentration

Vertue zufolge haben bereits mehrere Studien belegt, dass das menschliche Gehirn nach 45 Minuten Arbeit eine Pause benötigt und die Gedanken langsam abschweifen. Nach dieser Zeit ist es mit der maximalen Produktivität also vorbei. Legt man das auf einen durchschnittlichen Arbeitstag um, ist das nicht unbedingt lange und man kann sich ja nicht ständig eine ausgedehnte Pause gönnen. Um dennoch Körper und Geist rasch wieder in Einklang bringen zu können, wäre Desk-Yoga die perfekte Möglichkeit, da es denselben Effekt wie Sport hat, jedoch weit schneller durchgeführt werden kann. Die gesamte Übung besteht aus 8 Teil-Sequenzen, welche von Shona Vertue persönlich für die Durchführung am Schreibtisch konzipiert wurden.

  • Desk-Yoga: Schritt 1: Zuallererst brauchen die Augen eine kleine Pause vom Bildschirm, weshalb diese geschlossen werden während man drei Mal tief einatmet. Bei der Atmung sollte man auf einen gleichmäßigen Rhythmus achten und jeweils 3 Sekunden ein- und wieder 3 Sekunden lang ausatmen. „Da die Atmung eng mit dem Nervensystem verbunden ist, kann diese Übung belebend auf den Geist wirken und Kopfschmerzen lösen“, so Vertue.
  • Schritt 2: Nacken dehnen: Während die Augen weiterhin geschlossen bleiben, wird der Kopf sanft von links nach rechts gedreht. Dabei wird zeitgleich die Brust angehoben und die jeweils gegengleiche Schulter leicht nach hinten gedrückt.
  • Schritt 3: Genick entspannen: Im nächsten Schritt werden die Hände im Genick gefaltet und der Kopf leicht nach hinten geneigt. Dabei sollte der Hinterkopf locker und angenehm in den Handflächen liegen um dem Genick einen kurzen Moment der Entspannung zu schenken. Achten Sie jedoch darauf, dass der Kopf nicht zu weit nach hinten fällt.
  • Schritt 4: Der Rücken: Nun ist der obere Teil des Körpers schon mal etwas entspannter – also geht es direkt weiter. Im vierten Schritt wird die rechte Handfläche auf der Außenseite des linken Oberschenkels platziert, wodurch der Körper eine drehende Dehungsposition einnimmt. Sobald diese Position eingenommen wurde, wird der linke Arm angehoben und der Kopf nach links gewendet. Dieser Vorgang kann jeweils 2 Mal pro Seite wiederholt werden.

  • Schritt 5: Die Hüfte: Eine weitere Dehnungsübung folgt in der fünften Sequenz des Desk-Yoga und besonders einfach gelingt diese auf einem Drehstuhl. Einfach gerade aufrichten, den Oberkörper gerade halten und einzig aus der Hüfte heraus die Beine nach links und nach rechts drehen. Dadurch werden auch das Hüftgelenk sowie der Rücken etwas gedehnt.
  • Schritt 6: Gähnen macht wach: Auch wenn man sich während der Arbeit das Gähnen eigentlich verkneifen sollte – im 6. Teil der Yoga-Übung ist genau dies erwünscht. „Gähnen kann nämlich wirklich positiv wirken“, so Vertue. Dabei wird nämlich jener Bereich des Gehirns stimuliert, welcher eine beutende Rolle für Aufmerksamkeit und Wachheit spielt.
  • Schritt 7: Schultern entspannen: Zwischenzeitlich werden die Finger zusammengepresst und die Arme ganz weit über den Kopf gestreckt. Dies lockert die Schultermuskulatur und entspannt zeitlich die Hände. 
  • Desk-Yoga: Der Abschluss: Um die neue Yoga-Routine zu beenden werden die Füße sanft gekreist und die Zehen gerollt und anschließend wieder entspannt. Laut Vertue wird dabei der Blutkreislauf in den Beinen aktiviert was wiederum das gesamte Energieniveau erhöht.