Kaffee

Ein Algorithmus für den perfekten Kaffee-Konsum

Ein Algorithmus zeigt an, wie viel Kaffee persönlich benötigt wird. /Bild: Fotolia
Ein Algorithmus für den perfekten Kaffee-Konsum
Catharina Kaiser

All jene, die Kaffe als ihr persönliches Hauptnahrungsmittel bezeichnen würden, stimmen vermutlich zu, dass ein Leben ohne Kaffee ziemlich hart sein kann. Er macht munter, gibt dem Gehirn den nötigen Kick und schmeckt noch dazu einfach gut. Übertreiben darf man es jedoch nicht mit dem Kaffeegenuss, sonst können die positiven Effekte schnell in Schwindel und Übelkeit umschlagen. Doch nun gibt es die perfekte Möglichkeit, um herauszufinden, wie viel Kaffee der Körper wirklich braucht, um wach und aufmerksam zu bleiben ohne in einen Koffeinrausch zu fallen.

Wie viel Kaffee braucht man?

Im Rahmen einer aktuellen Studie der US Army Medical Research und der Material Command in Maryland entwickelten Wissenschaftler einen speziellen Algorithmus, der einerseits angibt, wie viel Kaffee benötigt wird und zum anderen zeigt, wann die beste Zeit dafür wäre. Dabei werden eine Vielzahl von Lebensfaktoren we etwa die Schlafgewohnheiten, sowie das Gewicht und der Lebensstil einer Person berücksichtigt. „Es ist uns gelungen, Algorithmen zu entwickelt, die individuelle Ergebnisse zulassen und genau anzeigen, wann und wie viel Kaffee konsumiert werden sollte“, erklärt Studienautor Jaques Reifman. Dank dieser Gleichung wäre es also möglich, die Aufmerksamkeit einer Person um 64% zu verbessern. Zudem belegt der Algorithmus, dass das Trinken von Kaffee tatsächlich eine ganz eigene Wissenschaft ist. Denn nicht alle Tassen haben dieselbe Wirkung. Wird Kaffee zum richtigen Zeitpunkt getrunken, bringt er weitaus effizientere Effekte, als wenn man literweise Kaffee konsumiert.

Produktivität & Kaffee

Leider gibt es allerdings einen kleinen Haken an der ganzen Sache. Obwohl die Forscher ihren Algorithmus bereits in eine App namens 2B-Altert eingebunden haben, bleiben der Öffentlichkeit die genauen Details noch verwehrt. Bis jetzt ist also nur gesichert, dass die Vorhersage der Produktivität auf der Schlafdauer und dem Koffeinverbrauch basiert. Grund für das Zurückhalten genauer Daten ist vermutlich der Fakt, dass dieser Algorithmus nicht für Privatpersonen gedacht ist. Ursprünglich wollten die Forscher ein Instrument finden, um eine „maßgeschneiderte Koffeinkonsumberatung“ anbieten zu können. Die Zielgruppe war in erster Linie schlaftrunkenes Militärpersonal und nicht 20-Jährige, die ihren Montagmorgen im Büro überstehen müssen. Der langfristige Plan wäre jedoch, diese Informationen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unabhängig davon sind die Erkenntnisse jedoch bereits jetzt ziemlich aufschlussreich. Immerhin handelt sich dabei um das erste quantitative Tool, das eine automatisierte, maßgeschneiderte Anleitung für eine gesunde und effektive Koffeindosierung bietet.