Allergie

Ventilator: Verkühlung dank Kühlung?

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann durch einen Ventilator verursacht werden. /Bild: Fotolia
Ventilator: Verkühlung dank Kühlung?
Catharina Kaiser

Die Hitzewelle hat eindeutig ihren Höhepunkt erreicht und das bringt zwei Dinge mit sich: Einerseits ist der Herbst zwar nicht mehr fern und die Temperaturen werden wieder etwas angenehmer, andererseits dauert es noch eine Weile. Bis es soweit ist, muss man also noch etwas durchhalten und sich mit diversen Tricks eine Abkühlung verschaffen. Tagsüber ist das relativ einfach – doch nachts sieht es schon ganz anders aus: Wer nicht in einer kalten Badewanne einschlafen möchte und kein Geld für eine teure Klimaanlage ausgeben möchte, setzt daher auf den  Ventilator. Immerhin ist ein bisschen frischer Wind auch schon Gold wert. Doch egal ob Boden- oder Deckenventilator – auch hier kann es zu unangenehmen Nebeneffekten kommen. 

Erkältung durch Schlaf bei Ventilator?

Nachts bei laufender Klimaanlage zu schlafen endet für die meisten Menschen meist mit einer fiesen Erkältung inklusive Halsschmerzen, laufender Nase und Kopfschmerzen. Da sollte ein Ventilator doch schon etwas besser sein oder? Leider nein! Auch wenn Ventilatoren durch ihr monotones Rauschen beim Einschlafen helfen können und Gerüche durch die Luftzirkulation verhindert werden, können auch sie eine Verkühlung auslösen. Der konstante Luftstrom hat nämlich den Effekt, dass die Nasenwege austrocknen, was wiederum die Nebenhöhlen beleidigt. Ist das der Fall, produziert der Körper mehr Schleim, um die Nase wieder etwas zu befeuchten. Nachdem es sich allerdings nur um eine kurzfristige Sache, oder besser gesagt einen Fehlalarm, handelt, wacht man am nächsten Morgen mit Schnupfen und Kopfweh auf. Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann folglich auch durch einen einfachen Ventilator verursacht werden. 

Allergien-Verstärker 

Personen, die eher anfälliger für Allergien sind, sollten Ventilatoren während der Nacht generell lieber ausschalten. Nachdem die Geräte nämlich Luft aufwirbeln, bewegen sie Staub und Pollen quer durch den Raum, was oft damit endet, dass sie in den Nebenhöhlen landen. Leider kann ein Ventilator also durchaus krank machen oder sogar Asthma-Anfälle verstärken. Laut Allergologe Dr. Clifford Bassett ist dies glücklicherweise jedoch relativ selten. Die meisten Menschen scheinen mit Ventilatoren keine Probleme zu haben, auch wenn sie nachts durchlaufen. Selbst wenn man niesen oder husten muss, ist es eine völlig normale Reaktion, die relativ schnell nachlassen wird. Um vermeiden zu können, dass sich der Ventilator in eine Bakterienschleuder verwandelt, sollte man auf gewisse Dinge achten: Zum einen sollte der Raum sauber und möglichst frei von Staub sein. So sammelt sich im Luftstrom weniger davon an, wodurch auch die Nase weniger belästigt wird. Doch nur Böden und Regale zu putzen, hilft natürlich nichts, wenn man auf den Ventilator vergisst. Auch hier sammelt sich eine Menge Staub, der dann direkt vom Gerät durch die Gegend gewirbelt wird. Alle zwei Tage sollte man das Gerät also grünlich putzen. Trockene Augen oder eine ausgetrocknete Haut können ebenfalls das Resultat eines Ventilators sein, der nachts gelaufen ist. In diesem Fall empfehlen Experten Augentropfen zu nehmen und die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Wer darauf achtet, kann sich auch nachts unbesorgt etwas Abkühlung verschaffen.