Familie

5 Anzeichen für eine seelische Abhängigkeit vom Partner

Es gibt bestimmte Warnzeichen für eine toxische Beziehung/ Bild: Fotolia
5 Anzeichen für eine seelische Abhängigkeit vom Partner
Paulin Klärner

Beziehungen sind kompliziert – manchmal gibt es Phasen, in denen man förmlich am Partner pickt, dann braucht man wieder mehr Abstand. Eine Partnerschaft kann jedoch auch unbemerkt in eine Abhängigkeit führen. Und das ist in keinem Fall gesund und geht auf Dauer auch meist nicht gut. Wir haben 5 Anzeichen zusammengefasst, die darauf hindeuten könnten, dass du und dein Partner euch in einer potentiell ungesunden Beziehung befindet.

1. Es gibt euch NUR noch im Doppelpack

Natürlich ist es schön, den Freundeskreis mit dem Partner zu teilen. Wenn du dich aber nicht mehr erinnern kannst, wann du das letzte Mal einen Abend alleine mit Freunden verbracht hast, solltest du vielleicht darüber nachdenken, dir diese Zeit wieder öfters zu nehmen. Partnerschaft hin oder her – wir alle brauchen manchmal Gespräche und Erlebnisse, die ganz uns alleine gehören. Außerdem ist es ab und zu wichtig und hilfreich, mit jemandem über seine Partnerschaft zu sprechen, ohne dass der Liebste/die Liebste dabei ist. So kann man auf Dauer auch so manchen Reibungen in der Beziehung entgegenwirken.

2. Bestimmte Themen sind mittlerweile tabu

Es gibt Themen, bei denen du es nicht einmal mehr wagst, deine Meinung zu äußern, weil du weißt wie dein Partner darauf reagiert. Diskussionen, in denen du früher aktiv teilgenommen hättest, sparst du dir, um unnötigen Stress zu vermeiden. Damit geht aber auch ein wichtiger Teil deiner Persönlichkeit verloren. Offen über alles reden zu können (und zu „dürfen“) ist auch in einer Beziehung wichtig – sich den Mund verbieten zu lassen oder zu denken „Das (meine Meinung) ist es nicht wert“ ist ein höchst ungesundes Verhalten.

3. Dein Partner muss ALLES wissen

Ein erstes Anzeichen einer toxischen Beziehung ist der Umstand, dass du mit deinem Partner wortwörtlich ALLES teilen musst. Gespräche, die du mit Freundinnen geführt hast, Details über deine Arbeitskollegen, wo genau du wann warst – wenn du in deinem Alltagsleben in so eine Abhängigkeit geraten bist, ist es ratsam, Abstand zu nehmen. Auch in einer Beziehung gehört dein Leben immer noch dir, was nicht ausschießt, dass du es mit ihm/ihr teilen kannst. Trotzdem sollte man immer darauf achten, sich nicht vollkommen im „Wir“ zu verlieren, sondern auch das „Ich“ zu pflegen und zu respektieren.

4. Du fühlst dich ohne deinen Partner schlecht

Es fällt dir schwer, einen Abend alleine zu verbringen? Du könntest dir nicht mehr vorstellen, ein ganzes Wochenende ohne deinen Liebsten/deine Liebste zu sein? Wenn du ohne ihn/sie bist, fühlst du dich schlecht? Diese Dinge gehören zu den gefährlichen Verhaltensweisen, die uns von Popmusik und romatischen Schnulzen als „wahre Liebe“ verkauft werden. Im echten Leben sind sie jedoch höchst alarmierend. Zumindest nach der ersten Verliebtheitsphase (in der wir sowieso alle vollkommen loco sind) gilt: Wer nicht in der Lage ist, ab und zu Abstand von seinem Partner zu nehmen, ohne in eine Krise zu verfallen, sollte sich mehr mit sich selbst und seiner Psyche auseinandersetzen. Eine gute, gesunde Beziehung beruht nämlich auf Vertrauen, Geborgenheit und dem Gefühl, sich auf den anderen verlassen zu können – egal ob man gerade zusammen ist, oder nicht.

5. Du verzeihst alles – Hauptsache er/sie bleibt bei dir

Dein Partner kann mit dir schalten und walten, wie es ihm gefällt. Egal wie sehr er dich verletzt, du gehst immer wieder zurück zu ihm. Das ist keine Liebe, sondern Abhängigkeit. Eine gesunde Beziehung muss auf gegenseitigem Respekt, Augenhöhe und Vertrauen basieren.