Gesundheit

5 Fehler bei Einnahme der Pille

Wer diese Risiken vermeidet, erhöht den Schutz vor ungewollter Schwangerschaft ! /Bild: Fotolia
5 Fehler bei Einnahme der Pille
Alessa Hachmeister

Weltweit schwören Millionen von Frauen auf die Antibabypille, wenn es um sichere Verhütung geht. Und das zurecht, denn bei der richtigen Einnahme schützt sie zu 99 Prozent vor ungewollten Schwangerschaften. So weit, so gut! Es gibt allerdings einige Fehler, die bei Einnahme der Pille unbedingt vermieden werden sollten – nur dann kann sie effektiv wirken.

1. Zu viel Vitamin C

Wer dachte, dass Vitamin C nur positive Effekte hat, liegt falsch. Zumindest konnte die University of Maryland kürzlich beweisen, dass sich zu viel Vitamin C negativ auf die Effektivität der Antibabypille auswirken kann. Die meisten Pillen enthalten das Hormon Östrogen, das dafür sorgt, dass es zu keiner Eireifung und keinem Eisprung kommt. Zu viel Vitamin C Zufuhr kann dazu führen, dass das Östrogen schneller im Körper verteilt wird. Die Antibabypille verliert dadurch an Wirksamkeit.

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2. Kombination mit Antibiotika

Wer die Antibabypille in Kombination mit Antibiotika nimmt, erhöht das Risiko einer ungeplanten Schwangerschaft.  Viele Antibiotika regen Enzyme in der Leber an, die das in der Pille enthaltene Östrogen zu schnell abbauen. Wer also Antibiotika einnimmt, sollte sich nicht nur auf die Antibabypille verlassen. Doppelte Verhütung, etwa die Pille in Kombination mit einem Kondom ist in diesem Fall sicher, raten Experten.

3. Unregelmässige Einnahmezeiten

Auf jeder Packungsbeilage findet sich der Hinweis, dass die Antibabypille zu regelmäßigen Zeiten eingenommen werden sollte. Nicht selten vergessen Frauen auf die pünktliche Einnahme oder nehmen die Pille früher oder später zu sich. Diese Unregelmäßigkeiten erscheinen vielleicht nicht gravierend, trotzdem beeinträchtigen sie die Wirkung der Pille stark. Nur, wer die Pille wirklich regelmäßig nimmt und die Einnahme zur täglichen Routine macht, verhütet sicher.

4. Zu viel Alkohol

Alkohol hat direkt keinen Einfluss auf die Pille. Doch ganz klar: Wer zu viel Alkohol konsumiert, muss sich schlimmstenfalls übergeben was innerhalb von 2 Stunden nach Einnahme der Antibabypille die Wirkung beeinträchtigt und das Risiko einer Schwangerschaft erhöht.

5. Johanniskraut

Eine Studie hat gezeigt, dass einige Johanniskraut-Präparate die Wirkung der Pille beeinträchtigen können. Freiwillige Probandinnen wurden im Rahmen einer Versuchsreihe gebeten, drei Mal täglich 300 mg Johanniskraut einzunehmen. Die Wirkung war erstaunlich, denn anhand eines Bluttests konnte festgestellt werden, dass die Frauen trotz Antibabypille zirka 15 Prozent weniger vor Schwangerschaften geschützt waren. Der Östrogenspiegel war auf Grund des Johanniskrauts gesunken.