Partnerschaft

5 Gründe, warum Kommunikation in der Ehe oft nicht klappt

Einst lebhafte Gespräche weichen irgendwann dem Schweigen - doch woran liegt das ? /Bild: Fotolia
5 Gründe, warum Kommunikation in der Ehe oft nicht klappt
Catharina Kaiser

Die meisten Ehepaare gehen vermutlich davon aus, dass die Kommunikation zwischen ihnen gut funktioniert. Immerhin kennt man den Partner ja und braucht daher vielleicht nicht ganz so viele Worte mehr. Umso überraschender ist es also dass, laut Studien, Ehepartner die Aussagen des anderen ebenso missverstehen als wäre die Person völlig fremd. „Menschen gehen allerdings automatisch davon aus, dass sie sich mit Freunden besser verständigen können als mit Fremden“, so Boaz Keysar von der University of Chicago. Viel schlimmer als diese fehlinterpretierte Kommunikation ist allerdings das Stadium, an dem Ehepaare überhaupt nicht mehr miteinander reden. Die lebhaften Gespräche, die bei den ersten Dates gerne einer Art positivem Kreuzverhör ähneln, weichen mit den Jahren dem Schweigen. Doch woran liegt das, und wie kann die Kommunikationsproblematik umgangen werden?

Die üblichen Verdächtigen

Dass es in Sachen Kommunikation nicht mehr so wie früher abläuft, schieben viele Menschen gerne auf die Erfindung der Smartphones. Zugegeben es hat die Art und Weise wie Menschen miteinander kommunizieren tatsächlich verändert, hat aber nichts damit zu tun, dass man sich anschweigt. Die wirkliche Ursache dafür ist, dass Partner im Laufe der Beziehung oftmals die Neugierde am jeweils anderen verlieren. Anstatt mit der Zeit zusammenzuwachsen neigen einige Paare daher dazu sich auseinanderzuleben. Das ist übrigens auch einer der Hauptgründe warum sich manche Menschen in ihrer Ehe „einsam“ oder „gelangweilt“ fühlen. Etwas, das sich am Anfang der Beziehung wohl niemand vorstellen kann. Hier herrscht noch die pure Aufregung und man möchte am liebsten jedes noch so kleine Detail vom Gegenüber erfahren. Endlose Telefonate und stundenlange Gespräche waren die Folge. Einige Jahre später sieht es dann schon etwas anders aus und die Routine kehrt nicht nur in die Beziehung ein, sondern wirkt sich auch auf die Kommunikation aus. Ab diesem Punkt nimmt die zuvor unbändige Neugierde am Partner sukzessive ab. Irgendwann bleiben auch die Fragen aus, weil man ja bereits so gut wie alles über den anderen zu wissen glaubt.

Kommunikation erhalten

Auch wenn sich Partner natürlich mit den Jahren kennen lernen und einige Emotionen sicherlich alleine anhand des Augenaufschlags erkennen können, keiner weiß was im anderen vorgeht. Denn all die Informationen, die anfangs gesammelt wurden müssen permanent aktualisiert werden. Jeder verändert sich im Laufe der Zeit und somit wächst auch die Persönlichkeit immer weiter. Einstellungen, Gedanken, Emotionen oder Verhaltensweisen können sich sogar binnen weniger Monate vollkommen verändern. Die Fragerei zahlt sich also auch nach vielen Jahren noch aus. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken – auch wenn es oftmals nicht den Anschein macht. Ebenso gibt es Wege um die natürliche Neugierde am Partner zu erhalten und dadurch Romantik wie auch Leidenschaft neu zu entfachen. Der Schlüssel für eine gute Kommunikation, die selbst nach 30 Ehejahren noch funktioniert, liegt darin die Kommunikationsebenen stets zu erhöhen. Hier sind 4 Levels, die Sie kennen sollten:

Ebene 1: Belanglose Fragen

Die Frage „Hallo, wie geht es dir?“ und das folgende, ebenso obligatorische „Danke, mir geht es gut, wie geht es dir?“ ist wohl das beste Beispiel für eine klischeehafte Kommunikation unter Bekannten. Zwar erwartet man dadurch nicht großartige Informationen zu erhalten, aber man möchte ja dennoch höflich sein. Diese eher oberflächliche Form der Unterhaltung wird als erste Stufe bezeichnet und von glücklichen Paare relativ schnell übersprungen.

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