Partnerschaft

6 Do’s und Dont’s beim Online-Dating

Online-Dating will gelernt sein! Mit diesen Tipps vermeidet ihr Katastrophen./ Bild: Fotolia
6 Do’s und Dont’s beim Online-Dating
Paulin Klärner, BA

The times are a-changin'“. Das wusste Bob Dylan schon in den 60ern – nur dass der philosophische Genius damit sicher nicht die Dating-Kultur des 21. Jahrhunderts gemeint hat. Naja, aber da sind wir nun – laut Statista liegt die Anzahl der registrierten Mitglieder des beliebten Dating-Portals „Tinder“ im 2. Quartal des Jahres 2018 im Durchschnitt bei etwa 3,77 Millionen (!) Abonnenten. Immer mehr Paare lernen sich laut Studien im Internet kennen und sich als Single hier und da online nach potentiellen Partnern umzuschauen, hat sich schon fast so fest in den Alltag integriert, wie täglich Facebook, Instagram und seine Mails zu checken. Ob seriöse Dating-Portale für ernsthafte Partnersuche oder Flirting-Apps – große und kleine Liebeleien online zu finden scheint für alle Altersgruppen immer attraktiver zu werden.

Kein Wunder – theoretisch ist es ja auch viel einfacher, sich durch eine Auswahl an Fotos zu klicken und ganz entspannt im Pyjama auf der Couch mit einer Tüte Chips abzuchecken, was die Dating-Welt so zu bieten hat, anstatt nach einem harten Arbeitstag auch noch in die angsteinflößende „echte Welt“ hinaus zu gehen, über seinen Schatten zu springen und fremde Männer oder Frauen anzusprechen. In letzterer Situation kann man dann auch schwer das „Match auflösen“, wenn einem die Konversation zu öde wird. Aber auch das Online-Dating birgt so einige Schwierigkeiten und Risiken – deshalb ist es wichtig, sich an bestimmte Regeln zu halten, wenn man das Beste aus der neuen Technologie herausholen und unangenehme Situationen vermeiden will. Wir haben die Do’s und Dont’s des Online-Dating zusammengefasst:

1. Die Selbstdarstellung

selfie-time

Do’s: Fotos, die andere von dir gemacht haben vermitteln ein viel authentischeres Bild von deiner Person, als jedes noch so heiße Selfie. Ein ungespieltes, spontanes Lächeln am Foto eines deiner Freunde kommt also 100 mal besser an, als jedes Schmollmund-Selfie im richtigen Licht.
Dont’s: Bloß nicht zu dick auftragen. Wer sich auf seinen Fotos wie eine Femme Fatale in Szene setzt, sexy Selbstbewusstsein heuchelt und im echten Leben eher schüchtern und unsicher ist (was beim ersten Date wohl ohnehin die Norm ist), wird sich vor und während der Verabredung darüber ärgern, nicht gleich die Karten auf den Tisch gelegt zu haben. Ehrlich währt eben – auch beim Online-Dating – am längsten.

2. Datenschutz

careful
Do’s: Wenn man online den passenden Partner finden will, muss man wohl oder übel ein bisschen etwas über sich preisgeben. Hier gilt jedoch: Alles mit Maß und Ziel! Hobbies, Lieblings-Filme und Musik anzugeben, kann beispielsweise sehr hilfreich sein, um eine lockere Konversation zu starten.
Dont’s: Zu viele Infos mit dem World Wide Web zu teilen ist jedoch niemals ratsam. Deshalb sollte man auch beim Online-Dating darauf achten, sensibel mit seinen persönlichen Daten umzugehen. Fotos von Freunden oder Kindern, sensibe Informationen über den Wohnort, Arbeitsplatz oder Ähnliches im Dating-Profil öffentlich zu machen ist also eher fehl am Platz.

3. Die Partnerwahl

Partnerwahl

Do’s: Chancen geben und nicht beim kleinsten optischen Makel weiterswipen – nobody is perfekt und wer ständig nach  Perfektion sucht, verpasst vielleicht die Liebe seines Lebens.
Dont’s: Bloß nicht zu oberflächlich sein, denn 1. können Fotos trügerisch sein und 2. ist der sexy Jurist mit dem perfekten Körper und der schmierigen, humorbefreiten Anmache auf Dauer wirklich so viel interessanter als der sympathische, optisch nicht 100% in dein Beuteschema passende Kerl, mit dem die Konversation von Anfang an Spaß gemacht hat?

4. Die Kontakt-Aufnahme

Kontaktaufnahme

Do’s: Als Frau in der Konversation ruhig auch mal den ersten Schritt machen und veralterte Rollenbilder hinter sich lassen.
Dont’s: Die Konversation zu streng angehen. Ein forsches „Nach was suchst du hier?“ kann – auch wenn es eine legitime Frage ist – ganz schön angsteinflösend wirken. Lieber mit dem kleinen Zeh die Gewässer testen und mit einem lockeren Gesprächsthema starten. Meist zeigt sich ohnehin schnell, ob das Online-Gegenüber auf der Suche nach der großen Liebe oder einer spannenden Nacht ist.

5. Die Location fürs erste Real-Life-Date

first date

Do’s: Orte, an denen du dich wohl fühlst, am besten mit vielen Menschen rundherum und einer Möglichkeit, sich zu verziehen, sollte man an den falschen Typen geraten sein.
Dont’s: Einen Fremden (auch wenn er sooo süße Dinge schreibt) zu sich nach Hause einzuladen, ist nicht unbedingt ratsam. Dann lieber mal auf einen Drink gehen und sehen, wie sich der Abend entwickelt…

6. Die Gesprächsthemen

Love

Do’s: Das Eis mit einem kleinen Scherz über die Online-Dating Kultur oder die angespannte Situation brechen und damit gleich mal signalisieren, dass man sich selbst nicht immer ganz so ernst nimmt. Damit fällt garantiert gleich eine ordentliche Portion Druck von euch ab.
Dont’s: Liebe, Liebe und nochmals Liebe. Vergangene Liebe, das letzte Online-Date, die letzte Beziehung, Liebe Liebe, Liebe. Zugegeben, bei einer Verabredung, die über eine Dating-Plattform arrangiert wurde, sitzt der große Elefant mit dem Schild „Partnersuche“ quasi pausenlos zwischen euch – trotzdem sollte das Thema so locker wie möglich angegangen werden, wenn man will, dass sich daraus ganz zwanglos auch mehr entwickeln kann.