Erziehung

7 Beziehungs-Tipps: Wie aus Eltern wieder Partner werden

Nach der Familiengründung wieder zurück in eine liebevolle Partnerschaft zu finden ist oft nicht leicht, aber machbar./ Bild: Fotolia
7 Beziehungs-Tipps: Wie aus Eltern wieder Partner werden
Paulin Klärner

Gründet man eine Familie, steht logischerweise erstmal der Nachwuchs im Mittelpunkt. Aus Partnern werden Eltern und Lust und Leidenschaft werden folglich erstmal hinten angestellt. Und das ist auch ganz normal und gut so – schließlich kommt eine neue große Liebe ins Leben zweier Menschen, die die ungeteilte Aufmerksamkeit fordert und verdient. Mit der Zeit ist es aber ebenso wichtig, von der Elternschaft wieder zurück in die Partnerschaft zu finden. Mit diesen 7 Tipps gelingt der Übergang fließender:

1. Das soziale Netz „schamlos ausnutzen“

babysitter

Ist der Nachwuchs bereit für einen Babysitter kann man – neben beruflichen und sonstigen Verpflichtungen – auch langsam wieder beginnen, sich hier und da einen Abend zu Zweit zu gönnen. Ob Eltern, Geschwister, FreundInnen oder ein professioneller Babysitter als Aufpasser: Ihr werdet euch wundern, wie unglaublich entspannend die ersten Dates dieser Art sein können, wenn man sein Baby in guten Händen weiß. Für all jene, die in solchen Fällen das schlechte Gewissen plagt: Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern! Wer also möchte, dass sein Nachwuchs glücklich und zufrieden aufwächst, muss auch in die Partnerschaft investieren. Ein Grund mehr, die Kleinen (auch wenn es anfangs ziemlich schwer sein kann) hier und da einem vertrauensvollen Dritten zu übergeben.

2. Das Schlafzimmer (und damit die Erotik) zurückerobern

Vermutlich kennen alle Eltern diese Situation: Man könnte den kleinen Schatz nachts eigentlich bereits ins eigene Zimmer (oder zumindest ins eigene Bett) verfrachten, liebt aber die Nähe mit dem Nachwuchs so sehr, das man es einfach nicht über Herz bringt. Das Schlafzimmer (oder zumindest das Bett) wieder zurückzuerobern ist aber der erste wichtige Schritt vom Elternsein zurück in die Liebe.

3. Baby-Aufgaben gerecht verteilen

Sind die Aufgaben rund um den Nachwuchs gerecht und sinnvoll verteilt, kommt es automatisch zu weniger Spannungen und Streitereien zwischen Eltern. Wenn jeder seinen Aufgabenbereich hat und beide das Gefühl haben, jeder tut, was er kann, ist dies ein gutes Fundament, um die Liebesbeziehung langsam und stressfrei wieder aufzubauen. Hierbei ist es besonders wichtig, viel zu reden und Unstimmigkeiten auszudiskutieren.

4. Den Partner wertschätzen

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Wer darauf achtet, seinen Partner bestmöglich zu entlasten und zu unterstützen, pflegt damit auch nachhaltig die Beziehung. Den Aufgaben, die der Partner im familiären Miteinander übernimmt (ob das Baby-Dienst, Besorgungen machen oder Geld verdienen ist) Wertschätzung entgegenzubringen ist das A und O für eine glückliche Eltern- und Partnerschaft.  Öfters mal „Danke!“ zu sagen, dem Partner Zeit zum Ankommen und Ausruhen zu geben oder die Kinder abzunehmen, wenn man Überforderung wittert – die kleinen Gesten machen hierbei einen großen Unterschied.

5. (Langsam aber doch) wieder aus der Routine ausbrechen…

Natürlich sieht die Welt mit einem kleinen Kind anders aus – man kann nicht mehr so spontan auf Abenteuer gehen wie früher und nicht mehr jederzeit tun, worauf man gerade Lust hat. Trotzdem ist es wichtig, langsam wieder aus der Routine auszubrechen. Gemeinsam einen guten Film zu schauen, auch wenn man vom Tag vollkommen erschöpft ist, den Partner mit süßen Kleinigkeiten zu überraschen oder sich zu bemühen, wieder mehr in die Körperlichkeit zu gehen – egal wie klein die Bemühungen auch wirken mögen, mit „Baby-Steps“ aus der Alltags-Eltern-Routine auszubrechen haucht der Liebesbeziehung neues Leben ein.

6. Zeit alleine

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Wer nach dem Kinderkriegen wieder an der Liebesbeziehung mit dem Partner arbeiten möchte, muss auch darauf achten, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu pflegen. Ein wenig Zeit für sich, um die Gedanken zu ordnen und mal richtig durchzuschnaufen kann sich auch enorm positiv und auf die Geduld im Miteinander, sowie die Lust und Leidenschaft in der Partnerschaft auswirken. Genauso sollte man aber auch darauf achten, seinem Partner die Freiräume zu geben, die er braucht.

7. Baby-Talk-Verbot

Wenn der Nachwuchs schläft und man es sich mit dem Liebsten oder der Liebsten auf der Couch gemütlich macht, ein feines Abendessen genießt oder mal wieder ein Gläschen Wein trinkt, kann es nicht schaden, das Thema „Kinder“ ausnahmsweise mal aus der Zweisamkeit zu verbannen. Das klingt vielleicht erstmal hart, wenn man aber genau darüber nachdenkt, besteht der Alltag mit kleinen Kindern ohnehin meist zu 90% aus Famile – so kann man sich ganz ohne schlechtem Gewissen ruhig mal wieder voll und ganz auf die Partnerschaft konzentrieren.