Familie

7 Eltern-Tipps zum Thema „Schlafen lernen“

Eine Herausforderung für alle Eltern: die Kinder zum Schlafen zu bringen ! /Bild: Fotolia
7 Eltern-Tipps zum Thema „Schlafen lernen“
Tanja Judmann

Eine Herausforderung für alle Eltern: Kinder erfolgreich zum Schlafen bringen. Viele Familien setzen auf Co-Sleeping – sprich, Eltern lassen ihre Babys und Kleinkinder im gemeinsamen Bett schlafen. Abgesehen davon, dass das Thema „Co-Sleeping“ unter Eltern oft hitzige Debatten auslöst, steht eines fest: irgendwann sollte jedes Kind lernen, im eigenen Bett zu schlafen. Schlafen lernen ist aber oft gar nicht so einfach – in der Abendroutine können sich nämlich schnell unbewusst Fehler einschleichen. Wir haben 7 Tipps gesammelt, die Eltern dabei helfen, ihr Kind beim Schlafen im eigenen Zimmer und Bett zu unterstützen:

1. Abendrituale

Feste Abendrituale einzuführen hat gleich zwei Vorteile. Zum einen bildet sich dadurch eine gefestigte Routine die dem Kind vermittelt, dass bald Schlafenszeit ist; zum anderen können Eltern so vor allem in der Zeit vor dem Schlafen intensiv Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen und die Eltern-Kind-Beziehung stärken. Zu den klassischen Abendritualen zählen zum Beispiel das Vorlesen beziehungsweise Anschauen von Bildern oder das Einlegen von leiser, entspannender Musik, die das Kind in den Schlaf begleitet.

2. Feste Abläufe

Jede Familie hat einen individuellen Tagesablauf – daher ist es schwierig, eine universelle Zeit für das Zubettgehen festzulegen, die für alle Kinder gültig ist. Ein strukturierter Tagesablauf hat den großen Vorteil, dass er den biologischen Rhythmus und die Entwicklung des Kindes positiv beeinflusst. Grundsätzlich gilt: Tagsüber sollten Eltern darauf achten, dass ihr Kind vor dem Schlafengehen mindestens drei bis vier Stunden wach war und dadurch wieder müde genug ist, um zu schlafen. Achtung: Übermüdung führt zu einem schlechteren Schlaf! Es bringt also nichts, das Kind erst spät ins Bett zu bringen in der Hoffnung, es würde deshalb länger durchschlafen. Eltern sollten beobachten, zu welcher Zeit ihr Kind am besten einschläft und versuchen, diese Zeit zukünftig als Schlafenszeit festzulegen.

3. Richtige Schlafumgebung

Wenn die Umgebung angenehm ist, schläft es sich besser. Das Kinderzimmer sollte immer gut belüftet, abgedunkelt und ruhig gelegen sein. Auch die Möbel im Kinderzimmer haben Einfluss auf das Raumklima: Kindermöbel aus wertvollem Massivholz, geschützt mit einer natürlichen Oberflächen-Behandlung, schaffen das perfekte Umfeld zum Spielen und Schlafen. Vor allem bei Kinderbetten ist es wichtig, dass das Möbelstück strengste Schadstoff-Kriterien erfüllt! Auch beim Kauf der Matratze sollte unbedingt auf gute Qualität geachtet werden, um eine möglichst erholsame Nachtruhe zu ermöglichen.

4. „Monster“ vertreiben

Manche Kinder wollen aus einem simplen Grund nicht im eigenen Bett schlafen: sie fürchten sich. In diesem Fall gilt es für die Eltern herauszufinden, wovor genau der Nachwuchs Angst hat. Oft sind es „gruselige“ Schatten von anderen Möbelstücken, die den Kindern Angst bereiten – die Möbel etwas anders anzuordnen kann da bereits Abhilfe leisten. Klassisch ist auch die Angst vor dem „Monster“ unterm Bett, doch auch hier gibt es Tricks: es kann zum Beispiel Wunder wirken eine Sprühflasche mit Wasser zu füllen und sie als „Anti-Monster-Spray“ zu bezeichnen. Vor dem Schlafengehen kurz sprühen und die Monster haben keine Chance mehr! 😉

5. Körperliche Nähe

Kinder brauchen vor allem eines: Sicherheit! Eltern, die ihrem Kind tagsüber viel Zuwendung entgegenbringen, vermitteln ihrem Kind damit dass sie für es da sind. Wird Körperkontakt vermisst, tendieren Kinder auch nachts dazu nach ihren Eltern zu rufen – einfach nur um sich zu vergewissern, dass Mama und Papa auch wirklich noch da sind.

6. Bewegung am Tag

Es gibt eine Faustregel die besagt, dass Kinder sich tagsüber zumindest eine Stunde an der frischen Luft bewegen sollten. Wird diese Richtlinie befolgt, hat das auch positiven Einfluss auf die Nachtruhe. Logisch: Wenn Kinder die Möglichkeit haben sich tagsüber auszupowern, sind sie früher müde und schlafen leichter ein.

7. Kuscheltier & Co.

Kuscheltiere oder weiche Tücher helfen Kindern dabei, die Trennung von den Eltern zu kompensieren. In vielen Fällen suchen sich Kinder selbst ein besonderes Kuschelobjekt aus, dass sie ins Bett begleitet und Trost spendet. Sollte das beim eigenen Kinder (noch) nicht der Fall sein, können vor allem kleine Kinder recht einfach dafür begeistert werden, wenn sie das Kuscheltier immer wieder in die Hand gedrückt bekommen. Wichtig zu beachten ist hier nur, dass sich bei solchen Gegenständen keine Kleinteile lösen können – sonst besteht vor allem bei sehr kleinen Kindern die Gefahr, dass diese verschluckt werden.

Grundsätzlich gilt: Schlafen ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Tipps, die beim Kinder der besten Freundin funktionieren, müssen nicht zwangsläufig auf den eigenen Nachwuchs zutreffen. Wichtig ist vor allem eine Routine, die Regelmäßigkeit in den Tagesablauf bringt und somit auch das Schlafengehen erleichtert.