Gesundheit

7 harmlos erscheinende Alltagsgewohnheiten, die unser Immunsystem schwächen

Neben einer gesunden Ernährung und ausreichend Schlaf und Bewegung, gibt es viele andere wichtige Faktoren für ein gesundes Immunsystem. /Bild: Fotolia
7 harmlos erscheinende Alltagsgewohnheiten, die unser Immunsystem schwächen

Unser Immunsystem befindet sich täglich im Kampf gegen Viren, Bakterien und Pilze und schützt uns zumeist sehr zuverlässig vor Infektionen. Es lässt sich als Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden definieren, der unser Leben erst richtig lebenswert macht. Doch manchmal, wenn mehrere immunschwächende Faktoren unsere Gesundheit belasten, können Krankheiten häufig nicht mehr oder nur mehr unzureichend abgewehrt werden: wir werden krank.

Geschieht dies öfter als etwa 3-4 Mal pro Jahr, sollten wir auch einmal unsere ganz normalen Alltagsgewohnheiten etwas bedenken. Manche von ihnen erscheinen auf den ersten Blick sehr angenehm und wohltuend, können jedoch zu fehlenden Widerstandskräften führen. Anbei findet ihr die Top 7 der unterschätzten, immunschwächenden Alltagsgewohnheiten.

1. Stress und eine pessimistische Denkweise

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Es ist überraschend, doch unser Gehirn und unsere Denkweisen korrelieren direkt mit unserem Immunsystem. Aus Sicht der Psychoneuroimmunologie führt vermehrter Stress, der häufig mit einem chronisch erhöhten Cortisolspiegel einhergeht, häufiger zu Entzündungen. So machen uns auch Ängste und Depressionen sowie allgemein negative Gedanken anfälliger für Infektionskrankheiten. Optimismus erhöht also nicht nur die Lebensqualität, sondern verbessert auch das körperliche und seelische Wohlbefinden.

2. Zu viele Medikamente

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Wo eine Wirkung, da eine Nebenwirkung. Die Einnahme von synthetischen Medikamenten ist häufig fast unvermeidlich, hat jedoch meistens auch viele Schattenseiten. Vor allem Medikamente, die Cortison enthalten sowie allen voran Antibiotika, können unser Immunsystem nachhaltig schädigen. Bei letzteren werden vor allem die Darm- und Vaginalflora häufig stark in Mitleidenschaft gezogen. Wichtig ist hier ebenso an einen anschließenden Aufbau des natürlichen Mikrobioms zu denken, wie etwa mit der Einnahme von Probiotika.

3. Ohne Pause arbeiten

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Unsere heutige Zeit ist geprägt von Stress, ständiger Erreichbarkeit und technischer Beschleunigung. Hier empfiehlt es sich, ruhig einmal einen Gang zurück zu schalten und sich kurze Pausen zu gönnen – idealerweise, mit einem Spaziergang oder frischem Obst. Ebenso empfiehlt es sich, ab und an gezielt offline zu gehen und sich einen handy- und computerfreien Abend zu machen.

4. Hände waschen vergessen

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So banal es klingt, so wichtig ist es vor allem in der Erkältungszeit. Im hektischen Alltag wird diese Regel häufig nicht immer ganz ernst genommen und es kommt leichter zu Verbreitung von Viren und Bakterien. Mit regelmäßigem Händewaschen (mit Seife!) lassen sich so ganz einfach viele Infektionskrankheiten vermeiden – und davon profitieren auch andere Personen des Umfelds.

5. Zu stark heizen

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Gerade im Winter oder im Herbst, wenn die Temperaturen sinken, haben wir es drinnen gerne schön kuschelig warm. Doch entgegen der Annahme, dass uns Wärme vor Erkältungen schützt, müssen wir leider umdenken. Warme Heizungsluft sorgt schnell für eine Austrocknung unserer Schleimhäute, Viren und Bakterien haben damit leichteres Spiel, sich an ihnen fest zu setzen. Nachts kann ein zu warmes Schlafzimmer für eine schlechtere Schlafqualität verantwortlich sein. Unser Tipp: In Räumen besser warme Kleidung tragen und immer mal wieder gut durchlüften – damit tun wir nicht nur unserer Gesundheit, sondern auch Umwelt etwas Gutes. Und netter Nebeneffekt: Nebenbei lässt sich vielleicht auch noch der eine oder andere Euro sparen.

6. Zu wenig oder zu viel Sport

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Wenn das Training oder der Spaziergang an der frischen Luft öfters mal durch ein Sitzen vor dem Computer, vor dem Fernseher oder auch durch Relaxen am Sofa ersetzt wird, schwächen wir unsere Abwehrkräfte. Es ist okay, ab und zu einmal sportlich zurückzuschalten, doch es sollte nicht zur Gewohnheit werden. Schon ein täglicher, kurzer Spaziergang kann unser Immunsystem pushen, die Bewegung führt zu einer besseren Durchblutung und Sauerstoffversorgung unserer Zellen. Sport führt zudem nachweislich zu einer Erhöhung der Produktion von entzündungshemmenden Immunzellen. Doch Vorsicht: Mit der Anstrengung sollten wir es auch nicht übertreiben, er sollte uns auch nicht auslaugen. Das Ideal? Ein moderater, „sportlicher Mittelweg“.

7. Zu viel Schlaf

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Ja, wir alle wissen, zu wenig Schlaf ist ungesund – 7-8 Stunden sollten es für einen normalen Erwachsenen schon sein. Doch dass wir uns und vor allem auch unserem Immunsystem mit zu viel Schlaf schaden können, ist vielen unbekannt. Nach 9-10 Stunden Schlaf fühlen sich die meisten Menschen ausgelaugt und müde. Eine gesunde Schlafhygiene, die regelmäßiges Schlafengehen zu einer annähernd gleichen Zeit und einen ruhigen Raum bedarf, lässt sich auch durch das Weglassen von elektronischen Geräten vor dem Schlafengehen pflegen. Das blaue Licht unserer Smartphones kann zu einer Reduktion unserer natürlichen Melatonin-Produktion führen und damit die Schlafqualität senken.