Gesundheit

7 Leitsätze für ein nachhaltig stressfreies Leben

Wer lange, gesund und glücklich leben will, muss sein Stresslevel langfristig im Auge behalten/ Bild: Fotolia
7 Leitsätze für ein nachhaltig stressfreies Leben
Paulin Klärner, BA

Stress schadet der Leistungsfähigkeit, dem psychischen Wohlbefinden und dem Körper, belastet zwischenmenschliche Beziehungen und verkürzt das Leben – die Liste der Risiken und Nebenwirkungen von zu viel Stress ist zahlreichen Studien und Untersuchungen zufolge lang. Das individuelle Stresslevel dauerhaft niedrig zu halten, ist allerdings alles andere als einfach. Trotzdem sollte man darauf achten, seinen Alltag bestmöglich dahingehend zu gestalten, dass genug Zeit für Entspannung und Ausgleich zur Hektik im Job und/oder im privaten Leben bleibt. Wir haben 7 Leitsätze und Fragen für einen stressfreieren Alltag zusammengefasst.

1. „Ich darf ‚Nein‘ sagen“

NO!

„Nein“ sagen zu lernen ist das A und O für ein zufriedenes und ausgeglichenes Leben. Ganz egal ob im Job, in der Partnerschaft, in der Familie oder in der Freizeitgestaltung – seine eigenen Grenzen zu kennen und diese auch laut auszusprechen ist der erste Schritt in ein stressfreieres, entspannteres Leben.

2. „Ich darf scheitern“

Immer alles richtig und außerordentlich gut machen zu wollen und dabei die Warnsignale des Köpers zu übersehen, ist der Anfang vom Ende. Wir leben in einer Gesellschaft, in der uns vermittelt wird, dass wir immer funktionieren müssen. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen (egal ob im Büro oder zuhause) ins Burnout schlittern. Sich selbst zuzugestehen, dass man Fehler machen darf, nicht alles alleine schaffen und perfekt machen muss kann hierbei unglaublich entlastend sein.

3. „Ich brauche und nehme mir Zeit für mich“

bye!

Viele Menschen brauchen Jahre, bis sie bemerken, dass das was ihnen die ganze Zeit gefehlt hat, ein bisschen „Me-Time“ war. In welcher Form auch immer – sich Zeit für sich selbst zu nehmen ist essenziell für die psychische Gesundheit und DAS Wundermittel bei zu viel Anspannung, die sich nicht selten auch in Form von „Freizeitstress“ (der Vorstellung, jede Minute des Lebens muss mit irgendwelchen Aktivitäten ausgefüllt sein) äußert. Oft muss man sich zwar regelrecht zwingen, einen Tag, Abend oder zumindest ein paar Stunden mit sich alleine zu verbringen – meistens lohnt es sich jedoch gewaltig.

4. „Was ist mir wirklich wichtig?“

Ist es das neue, schicke Auto oder doch die paar Stunden mehr mit der Familie in der Woche? Ist es die Karriere oder das Leben rundherum? Ist es Geld oder Zeit? Wer sich damit auseinandersetzt, was ein wirklich „gutes Leben“ ausmacht und Prioritäten setzt, kann seine Energie in das investieren, was er für lohnenswert erachtet. Und das hat verdächtig oft nichts mit materiellen Dingen oder dem eigenen Ego zu tun.

5. „Was brauche ich, um die Balance wiederherzustellen?“

Wer ein bisschen in sich hineinhört, merkt meist schnell, was gerade fehlt und für inneres Ungleichgewicht sorgt. Braucht man mehr Bewegung, mehr zwischenmenschliche Nähe, mehr Zeit für sich, mehr Ruhe und Schlaf oder vielleicht mal eine Herausforderung der ganz anderen Art? Auf das Bauchgefühl zu hören, wenn es um die eigenen Bedürfnisse und die individuelle Stressreduktion geht, ist nie verkehrt.

6. „Was andere über mich denken spielt keine Rolle“
 i dont care

… leichter gesagt als getan, denn es ist unglaublich schwierig, die Meinungen von anderen Menschen bei der Sinnsuche und Entscheidungsfindung auszublenden. Sich aber immer wieder vor Augen zu führen, dass man Herr (bzw. Frau) seines eigenen Lebens ist und sich nicht von anderen Meinungen einschränken zu lassen, ist unglaublich wichtig. Ob es die Eltern sind, die Stress machen, weil sie mit deinem Lebensentwurf nicht zufrieden sind, du dich ständig mit „erfolgreicheren“ Menschen vergleichst, oder ob du Angst hast, mit deinem individuellen Lebensmodell auf Unverständnis zu stoßen – übe dich in Gelassenheit! Am Ende des Tages (und des Lebens) ist es wichtig, das getan zu haben, was DU für richtig hältst.

7. „Ich versuche loszulassen, was ich nicht ändern kann“

Stress entsteht nicht selten in Situationen, wo er mit etwas Selbstreflexion und ein paar tiefen Atemzügen wunderbar zu vermeiden wäre. Zum Beispiel, wenn man nichts an der Situation, die die Anspannung verursacht, ändern kann. Loslassen und relativieren zu lernen ist der Stresskiller Nummer 1. Fragen wie „Habe ich überhaupt Einfluss auf den Ausgang dieser Situation?“, „Lohnt es sich gerade wirklich, so viel meiner wertvollen Energie aufzuwenden?“ oder „Halte ich krampfhaft an einem Gedanken fest, der eigentlich ohnehin nichts bringt (außer mich selbst zu stressen)?“ können hierbei hilfreich sein.