Familie

7 Wehen-Arten und ihre Unterschiede

Während der Senkwehen macht sich das Ungeborene auf in Richtung Geburtskanal. /Bild: Fotolia
7 Wehen-Arten und ihre Unterschiede
Melanie Payerl

Jede werdende Mutter hat sich vermutlich schon einmal gefragt, wie sich Wehen und eine Geburt anfühlen. TV-Dokumentationen und Geschichten von Freundinnen schildern meist sehr schaurige Schmerzen. Wehen sind in erster Linie Muskelkontraktionen, die sich in jedem Stadium anders anfühlen. Wehen schildern können mit Sicherheit nur Mütter, die natürlich entbunden haben.

Braxton-Hicks-Kontraktionen

Scwangerschaft

Braxton-Hicks-Kontraktionen werden auch als Übungswehen bezeichnet, die ihren Namen von ihrem Entdecker, dem Gynäkologen Braxton-Hicks, erhielten. Es handelt sich dabei um die ersten Wehen, die eine Frau während ihrer Schwangerschaft verspürt. In der Regel treten diese ersten Wehen zwischen der 20. und der 25. Schwangerschaftswoche auf, manche Schwangere verspüren diese Wehen aber auch schon früher. Übungswehen sind in der Regel relativ schmerzlos, treten sehr unregelmäßig auf und flachen wieder ab.

Vorwehen

Vorwehen treten ab der 36. Schwangerschaftswoche auf und gelten bereits als Vorbereitung auf die Geburt. Es handelt sich dabei um ein starkes Ziehen im Unterleib, welches von Rückenschmerzen und Schmerzen in der Leistenregion begleitet wird. Wie auch die Übungswehen, sind auch diese Wehen nicht besonders schmerzhaft.

Senkwehen

schwanger

Während der Senkwehen macht sich das Ungeborene auf in Richtung Geburtskanal. Bei Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden treten diese Art der Wehen erst ab der 36. Schwangerschaftswoche ein, sie können auch direkt an die Vorwehen anschließen. Senkwehen sind dafür verantwortlich, dass der Kopf des Kindes nach unten gedrückt wird. Frauen, die die Senkwehen sehr stark verspüren, können sich mit einem warmen Bad etwas Gutes tun. Senkwehen sind eine gute Möglichkeit, um die Atemtechniken für die bevorstehende Geburt zu üben.

Frühwehen

Sogenannte Frühwehen können in jedem Stadium der Schwangerschaft auftreten und sind keineswegs ungefährlich, denn diese können eine vorzeitige Geburt einleiten. Von Frühwehen spricht man vor der 36. Schwangerschaftswoche, wenn die Wehen häufiger als dreimal pro Stunde eintreten und sich die Intervalle zwischen den Wehen verkürzen. Schwangere sollten in diesem Fall einen Arzt kontaktieren.

Eröffnungswehen

Geburt

Eröffnungswehen leiten die Geburt ein und treten anfangs unregelmäßig, später alle zehn Minuten und kurz vor der Geburt rund alle zwei Minuten auf. Diese Art der Wehen ist für die Öffnung des Muttermundes verantwortlich, bis dieser etwa zehn Zentimeter geöffnet ist.

Presswehen

Ab diesem Zeitpunkt spricht man von der Austreibungsphase. Diese Wehen pressen das Baby zum Ausgang der Vagina. Nachdem der Kopf erst einmal aus der Vagina gepresst wurde, rutscht der restliche Körper des Babys meist in ein paar weiteren Presswehen heraus.

Nachwehen

Eulen

In diesem Stadium der Geburt wird die Plazenta ausgestoßen. Nachwehen sind in der Regel deutlich schwächer als normale Wehen und ähneln eher Menstruationsbeschwerden. Nachwehen dauern normalerweise zwischen zehn und fünfzehn Minuten.