Gesundheit

Achtsamkeitstraining fördert die Lebensqualität

Achtsamkeitstraining: Die Kunst in den eigenen Körper hineinzuspüren!/Bild:Fotolia
Achtsamkeitstraining fördert die Lebensqualität
Julia Haberl

Wir leben in einer Welt, in der wir täglich von verschiedensten Reizen überflutet werden. Es gibt keine Zeit für Pausen. Das Leben scheint im Höchsttempo an uns vorbeizulaufen. Wie soll man in dieser grausamen Realität noch Zeit zum Verschnaufen finden? Unser Körper reagiert auf diesen Lebensstil. Die Folge können körperliche oder psychische Erkrankungen sein. Die Prävalenz für Erkrankungen wie Burn-Out, Depression und Stress hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Wichtig wäre, einen Ausgleich für sich selbst zu finden und versuchen den Alltagsstress zu entkommen. Dafür gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten. Das Achtsamkeitstraining ist eine davon.

Was ist das Achtsamkeitstraining?

Das Achtsamkeitstraining stammt ursprünglich bereits aus der Zeit des Buddhismus. Bei diesem Training geht es darum, in den Körper hineinzuspüren. Außerdem sollte man achtsam mit den Gedanken und Gefühlen umgehen. Verschiedenste Stimmungen dabei bewusst wahrnehmen. Im Gegensatz zum Meditieren wird nicht versucht völlig zur Ruhe zu kommen. Negative Gefühle und Gedanken dürfen akzeptiert werden. Mit der Zeit sollte man aber versuchen solche Gedanken in positive Grundgedanken umzulegen. In jeder noch so ausweglosen Situation lässt sich etwas Gutes finden. Da man sich mit dem Achtsamkeitstraining im Hier und Jetzt befindet, sollten gegenwärtige oder zukünftige Gedanken aus dem Weg geräumt werden. Nur so kann man sich selbst und seinen Körper an eine ganzheitliche bewusstere Lebensweise gewöhnen.

Wie wirkt das Training auf unseren Körper?

mediation

Laut zahlreichen Experten bewirkt das Achtsamkeitstraining wahre Wunder auf unseren Körper. Unter anderem wirkt es besonders positiv gegen psychische Erkrankungen wie Depressionen. Bei Menschen, die unter dem Borderline-Syndrom leiden hat es ebenso große Wirkungen der Besserung gezeigt. Beim Achtsamkeitstraining lernt man mit seiner eigenen körperlichen und psychischen Verfassung umzugehen und akzeptiert diese. Somit kann in den meisten Fällen schon nach kurzer Zeit eine allgemeine Verbesserung des Gemütszustandes festgestellt werden. Dies führt daraufhin auch zu einer Steigerung der eigenen Lebensqualität.

Übungen für den Alltag:

Setzt euch im Schneidersitz auf den Boden und kontrolliert die eigene Atmung bewusst. Nehmt alle eure Körperteile (Füße, Hände, Bauch, Kopf, Nacken, Herz…) bewusst wahr und versucht die entsprechenden Gefühle zu spüren. Längere Wartezeiten können für kleine Trainingseinheiten genutzt werden und somit die eigene Geduld fördern. In stressigen Situation einfach einmal kurz abschalten und die erlebten Gefühle reflektieren. Auch negative Gefühle sind dabei völlig normal. Diese einfachen Tricks werden dir deinen Alltag erleichtern und auf lange Zeit gesehen sogar deine sozialen Kompetenzen und Charaktereigenschaften festigen.