Allergie

Achtung, Pollensaison: Neue Allergiebehandlung der Uni Wien

Neue Methode, die Allergiker aufatmen lässt: Die "IgEnio-Säule" ! /Bild: Fotolia
Achtung, Pollensaison: Neue Allergiebehandlung der Uni Wien
Trixi Kouba

Der MedUni Wien ist die Entwicklung einer neuen Methode gelungen, die Asthmatiker aufatmen lässt: Antikörper, die als Auslöser für allergisches Asthma agieren, werden aus dem Blut gesaugt.

Mit dem Frühling kommt auch der Heuschnupfen. Viele Menschen leiden aufgrund einer Birken- oder Gräserpollen-Allergie an brennenden Augen, Juckreiz oder Asthma. Die häufigste Ursache für Asthma sind Allergien, heißt es in einer Aussendung der MedUni Wien. Sie haben auch gleich eine neue Lösung dafür parat. Bei Allergien reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Substanzen wie Gräserpollen mit einer übertriebenen Abwehrreaktion. Bei dieser Reaktion bildet der Körper Immunglobulin E-Antikörper (IgE). Sie sind neben Mastzellen für allergische Reaktionen verantwortlich und äußern sich beispielsweise in Asthma, Heuschnupfen oder Hautausschlägen. Forscher der MedUni Wien entwickelten nun eine neue Methode, um diese IgE-Antikörper aus dem Blut der Patienten zu saugen und damit die asthmatischen Begleiterscheinungen erheblich zu verringern.

80 % der IgE-Antikörper abgesaugt

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Zu diesem Zweck wird eine „IgEnio-Säule“ ins Blut des Patienten eingeführt, woran die IgE-Antikörper kleben bleiben. Während der „Blutwäsche“ werden die Antikörper praktisch abgesaugt. Nach der ersten Studie mit Patienten zeigte sich eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen. 80 Prozent der IgE-Antikörper konnten mithilfe der „IgEnio-Säule“ aus dem Blutplasma der Asthmatiker entfernt werden. Die Methode muss zwar nach einiger Zeit wiederholt werden, die Bildung der IgE-Antikörper nimmt aber nach und nach ab. Momentan müssen sich die Patienten einmal in der Woche einer Blutreinigung unterziehen.

Beste Ergebnisse in Kombi mit Medikamenten

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Betroffene in der Studie zeigten eine verbesserte Lungenfunktion und konnten wieder freier atmen. Vor allem für Betroffene, bei denen auch eine Medikamententherapie nicht ausreichend wirkt, bedeutet die neue Methode eine große Erleichterung im Alltag. Die besten Ergebnisse lassen sich momentan mit einer Kombination der beiden Therapien, der IgEnio-Säule und Medikamenten, erzielen. Dazu wird Omalizumab, unter dem Namen Xolair vertreten, eingesetzt.