Bewegung

Aerial Yoga: Zwischen Zirkus und Tiefenentspannung 

Beim Aerial Yoga werden auch die ganz kleinen Muskelgruppen beansprucht. /Bild: Fotolia
Aerial Yoga: Zwischen Zirkus und Tiefenentspannung 
Catharina Kaiser

Wer sich schon immer einmal als Teil von Cirque du Soleil versuchen wollte, hat mit Aerial Yoga nun die perfekte Gelegenheit dazu. Beim neuen Yogatrend hebt man in den bisherigen Posen nämlich wortwörtlich ab. Anstatt auf einer typischen Yogamatte, werden die Übungen in einem von der Decke herabhängenden Seidentuch durchgeführt, wodurch nicht nur jeder einzelne Muskel beansprucht wird, sondern auch chronische Schmerzen behandelt werden können. Durch die besonders sanften Seidentücher wird überschüssiger Druck auf Nacken und Schultern reduziert und der Bewegungsablauf zudem geschmeidiger. „Diese Form eignet sich speziell für Menschen mit chronischen Schmerzen oder zur Behandlung von Traumata“, erklärt Aerial Yoga Spezialistin Stephanye Evans. 

Bei Traumapatienten können traditionelle Yogaübungen oftmals zum Problem werden. Nicht nur, weil gewisse Bewegungen schmerzhaft sein können, auch weil die Geborgenheit oder Sicherheit fehlt. Bei dieser speziellen Therapieform ist das allerdings anders. Da der Körper währenddessen in ein Tuch eingebunden ist, fühlt man sich praktisch wie ein Baby in einem Tragetuch – geborgen und sicher. „Das ermöglicht Patienten ihren Körper neu zu erforschen und Selbstbewusstsein aufzubauen“, so Evans. Man lernt also dem Körper auf eine völlig neue und intensivere Art und Weise zu vertrauen und sich selbst aus einer neuen Perspektive zu betrachten. „Da die Wirbelsäule zudem entlastet wird, können Rückenschmerzen ebenfalls gelindert und Rückenmuskeln aufgebaut werden“, erklärt Dr. Joseph Mercola. Doch natürlich braucht man keine chronische Schmerzen, um sich im Aerial Yoga zu versuchen und von den Benefits zu profitieren. 

  • Größere Flexibilität: Die Seidenbänder ermöglichen eine größere Bewegungsfreiheit und bewirken, dass man ganz neue Positionen einnehmen kann. In vielen Fällen führt dies zu einer tieferen und erfüllenderen Dehnung als es bei traditionellen Yogavarianten möglich ist. 
  • Besserer Fokus: Da die Übungen ungewöhnlich sind, wird man dazu gezwungen, den Raum sowie den Körper aufmerksam und bewusst wahrzunehmen. Neben den Muskeln in Bauch, Armen und Beinen wirkt sich dies natürlich auch auf die Konzentration aus. 
  • Definierte Muskeln: Nachdem die Schwerkraft deutlich stärker als sonst wirkt, werden auch die Muskeln härter beansprucht. Durch die ständige Stabilisierung des Körpers, werden auch die kleinsten Muskeln beansprucht, die sonst übersehen werden.