Allergie

Allergien im Advent

Nüsse in Weihnachtskeksen und Lebkuchen können durch eine Kreuzallergie bei Birkenpollen-Allergikern Symptome auslösen. /Bild: Fotolia
Allergien im Advent
Trixi Kouba

In der kalten Adventszeit können Allergiker normalerweise aufatmen. Die kalte Luft ist frei von Pollen. Doch Allergien machen vielen trotzdem einen Strich durch die Rechnung. Denn die Zeit, die von Keksen, Glühwein und anderen weihnachtlichen Leckerbissen gekennzeichnet ist, birgt Gefahren für Allergiker. Sogenannte Kreuzallergien führen dazu, dass botanisch verwandte Inhaltsstoffe zu Überreaktionen bei Betroffenen führen. Bei folgenden Inhaltsstoffen muss aufgepasst werden:

Kekse und Lebkuchen

Fleißig am Weihnachtskekse backen und Lebkuchen naschen? Vorsicht ist bei Nüssen geboten! Wer unter einer Birkenpollen-Allergie leidet, kann im Advent Probleme bekommen. Denn Birken und Rosengewächse sind mit Stein- und Kernobst sowie mit Beeren botanisch verwandt. Wer sensibel auf Pollen der Birke reagiert, könnte auch mit einigen Inhaltsstoffen reagieren, die in der Adventzeit häufig auf dem Tisch landen: Hasel- und Walnüsse können allergische Symptome wie ein Brennen im Mund, eine laufende Nase, juckende Augen oder Atemprobleme auslösen. Die Symptome fallen aber meist schwächer aus als bei der Hauptallergie.

Weihnachtsgewürze

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Eine weitere häufige Kreuzallergie ist das Sellerie-Karotten-Beifuß-Gewürz-Syndrom. Das wirkt sich auch auf Weihnachtsgewürze aus. Beifußpollen-Allergiker können auf Anis, Zimt, Kümmel und Koriander allergisch reagieren. Denn in den Advent-Gewürzen stecken Beifuß-ähnliche Allergene. Auch hier kann es an jenen Körperstellen zu Problemen kommen, die mit dem Gewürz in Kontakt kommen, also hauptsächlich im Mundbereich.

Meeresfrüchte und Hausstaubmilben

In der Vorweihnachtszeit werden oftmals Fisch und Meeresfrüchte in großen Mengen aufgetischt. Zur Feier des Tages werden Scampi, Muscheln oder Garnelen geschmaust. Während der Weihnachtsklassiker Karpfen zwar kein Risiko darstellt, können andere Meeresfrüchte gefährlich werden. Menschen, die auf Hausstaubmilben allergisch reagieren, können durch Kreuzallergien Symptome durch den Verzehr von Krabben, Garnelen, Hummer, Krebs, Scampi, Austern, Tintenfisch oder Schnecken aufweisen.

Rotwein und Sauerkraut

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Zu gemütlichen Weihnachtsfeiern nehmen einige Menschen gerne hier und da einen Schluck Rotwein zu sich. Oftmals steht in der Adventszeit auch geräucherter Fisch oder Sauerkraut auf dem Speiseplan. Für Menschen mit Histamintoleranz ist das problematisch. Histamintoleranz ist keine Allergie, sondern eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, bei der vor allem fermentierte und länger gelagerte Nahrungsmittel Reaktionen auslösen. Ein roter Hautausschlag am Dekolleté nach dem Konsum von Rotwein oder Verdauungsprobleme gelten als Symptome. Auch Weihnachtsstress kann Beschwerden auslösen.