Partnerschaft

Angst vor Intimität geschieht im Kopf!

Bindungsangst beginnt im Kopf!/Bild: Fotolia
Angst vor Intimität geschieht im Kopf!
Melanie Payerl

Wer schon einmal Ablehnung erfahren musste, der scheut sich möglicherweise vor Intimität mit dem neuen Partner. Viele alleinstehende Menschen sehnen sich nach einer Beziehung mit einem neuen Partner, können aber den Gedanken an eine weitere Ablehnung nicht ertragen. Sein Herz einer fremden Person zu öffnen ist eine sehr intime und zugleich verwundbare Angelegenheit. Dem Risiko, Ablehnung zu erfahren muss sich wohl jeder stellen, der sich jemand Neuem öffnen will. Oftmals können vergangene Beziehungen Verletzungen hervorrufen, weshalb große Angst vor einer neuerlichen Bindung besteht.

Bindungsprobleme können tief in der Kindheit verwurzelt sein

Manche Menschen leiden bereits seit ihrer Kindheit an einer Angst vor Intimität. Diese Angst ist bei diesen Menschen tief im Gehirn verankert. Betroffene Menschen wünschen sich zwar häufig eine enge Beziehung, aber schaffen es nur schwer, eine Bindung aufzubauen und Intimität zuzulassen. Wenn ein Partner mehr Verbindung, Intimität oder Engagement in eine Beziehung investiert, kann sich der betroffene Partner daraufhin zurückziehen. Wer bereits beim Gedanken an Intimität zusammenschrickt, der sollte sich immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass es nur ein kleiner Teil des Gehirns ist, der eine Schutzfunktion übernimmt. Es kann in jedem Fall helfen, seinen Fokus auf die positiven Eigenschaften des Partners zu richten. Unterm Strich sind wir alle Menschen und den „absolut perfekten und makellosen Partner“ wird wohl niemand finden. Wer vor Intimität zurückschrickt, der sollte immer wissen, dass das Gehirn viele Wege finden kann, den Erfolg einer Beziehung zu sabotieren. Wer sein Selbstbewusstsein erhöht, kann dadurch lernen diese Probleme als Bindungsimpulse zu erkennen und auf deren Heilung hinzuarbeiten. Denn nur so können Menschen mit Bindungsängsten Verbindungen eingehen, anstatt diese zu vermeiden.