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Babys: Wenn Wasser zum Gift für den Körper wird !

Eltern wollen bei der Ernährung ihrer Babys nichts falsch machen - doch Vorsicht ! /Bild: Fotolia
Babys: Wenn Wasser zum Gift für den Körper wird !
Catharina Kaiser

Gerade bei der Ernährung des Kindes möchte man alles richtig machen und sicherstellen, dass es den Kleinen an nichts fehlt. Dabei kommt es laut Ärzten aber regelmäßig zu ernsthaften Fehlern, die die Gesundheit des Kindes gefährden können. Während Wasser für den Menschen nämlich zu den wichtigsten Faktoren in Sachen Ernährung zählt, ist es für Kinder unter 6 Monaten absolut tabu! Säuglinge mit Wasser zu füttern gilt als äußerst gesundheitsschädigend, weshalb Kinderärzte regelmäßig davor warnen. Generell brauchen Babys im Gegensatz zu Kindern und Erwachsenen selbst an heißen Sommertagen kein zusätzliches reines Wasser. Die benötigte Menge wird nämlich bereits durch die Muttermilch aufgenommen.

Babys brauchen Muttermilch

Laut einer Studie, die von NHS Greater Glasgow and Clyde veröffentlicht wurde, ist Muttermilch unglaublich reich an Wasser, enthält dabei aber nur eine geringe Konzentration an Elektrolyten. Während der ersten 6 Monate reicht das also völlig aus um einen Säugling zu hydratisieren. Der tatsächlichen Gefahr, die Wasser für ein solches Kleinkind bedeuten kann, sind sich Eltern jedoch nicht immer bewusst. „Eine Tatsache, die viele Eltern nicht wissen, ist dass Muttermilch zu 88 % aus Wasser besteht“, erklärt Kinderärztin Dr. Danielle Stringer. Wenn einem Baby allerdings zu viel Wasser gegeben wird, kann das zu einer Wasservergiftung und im schlimmsten Falle sogar zum Tod führen. Bei einer Wasservergiftung handelt es sich um einen gefährlichen Prozess, der dann auftritt wenn ein Säugling zu viel Wasser konsumiert, was eine Natrium (Salz) Dilatation im Körper verursacht. Daraufhin versucht der Körper das Wasser zu überkompensieren, indem die Zellen mehr Wasser aufnehmen. Das kann allerdings sowohl am Körper als auch im Gehirn zu Schwellungen führen, wodurch Krampfanfälle, Koma oder sogar ein Hirntot auslöst werden kann. Stringer weist deshalb darauf hin, dass Babys zwischen dem 6. Monat und dem ersten Geburtstag innerhalb von 24 Stunden nur zwei Gramm Wasser zu sich nehmen sollten. Um die spezifisch angepasste Menge herauszufinden, sollte jedoch professionelle Hilfe zu Rate gezogen werden.

Risiko für Wasservergiftungen bei Babys

In seltenen Fällen einer Wasservergiftung kann es allerdings zu schwerwiegenden Symptomen kommen. So zeigen Babys relativ schnell Anzeichen von Mangelernährung, verlieren an Gewicht oder zeigen Schwellungen auf. Die kleinen, rasant schnell wachsenden Körper brauchen aber alle Kalorien, die sie bekommen können. Deshalb benötigen sie auch etwa alle 2-4 Stunden Nahrung in Form von Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Da Muttermilch bereits zu 88 % aus Wasser besteht brauchen sich stillende Mütter also keine Sorgen darüber machen, dass ihr Kind möglicherweise an einer Dehydration leiden könnte. „Im Gegenteil, was einige Leute nicht verstehen ist, dass Babys die benötigten Kalorien nicht aufnehmen können, wenn sie zusätzlich mit Wasser gefüttert werden“, so Dr. Stringer. Wann immer ein Säugling gestillt wird, bekommt er die perfekte Menge Wasser mit der exakt richtigen Portion an Kalorien.