Beauty

Badespaß im Pool voll Chlor?  

Sommer heißt auch Badespaß - Doch wie gefährlich ist Chlor eigentlich? /Bild: Fotolia
Badespaß im Pool voll Chlor?  
Catharina Kaiser

Denkt man an den Geruch des Sommers, schießen einem der salzige Geruch des Meeres, der süßliche Duft der Sonnencreme oder der eher unangenehme Geruch von Chlor in die Nase. Sie alle machen die sommerliche Brise aus. Vor allem letzteres – ist es doch das ultimative Zeichen für Badespaß im Pool. Immerhin würde man niemals in einem Pool ohne Chlor schwimmen wollen. Bei dem Gedanken an die Fluten von Bakterien nimmt man Hautreizungen und grünliche Haare doch gerne in Kauf oder? Dennoch stellt sich die Frage, was Chlor tatsächlich mit dem Körper macht und ob es wirklich gefährlich ist oder nicht. 

Keine Angst vor ein bisschen Chlor

„Natürlich ist zu viel Chlor keinesfalls eine super gesunde Sache und es stimmt dass dadurch eine Menge Hautreizungen verursachet werden können“, so Dr. Ana Duarte, die Direktorin der Dermatologie am Nicklaus Children’s Hospital. Allerdings ist die Menge in Schwimmbädern relativ gering, weshalb man sich keine großen Sorgen machen muss. Enthält ein Pool hingegen zu viel davon, sind Reizungen der Haut, Haare und Augen keine Seltenheit. Aus diesem Grund ist es wichtig, stets auf einen angemessenen Gehalt zu achten und gegebenenfalls auf das Plantschen zu verzichten. Zudem kann überschüssiges Chlor auch dazu führen, dass Dämpfe aus dem Wasser kommen, welche zu asthmatischen Anfällen verursachen könnten. Wenn ein Pool beispielsweise frisch mit Chlor versehen wurde, ist das Becken für Schwimmer ohnehin nicht zugänglich. Das mag zwar etwas nerven, doch Haut, Haare und Lunge werden unendlich dankbar sein. 

Tricks der Dermatologen 

Insgesamt muss sich niemand um Chlor oder schlimmen Auswirkungen fürchten. Denn selbst kleine Reizungen sind unbedenklich. Wer gerade frisch aus dem Pool steigt, kann sich das überschüssige Chlor leicht abduschen und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Da Chlorwasser die natürlichen Öle der Haut entfernt, wird es nämlich leicht passieren, dass sich diese ausgetrocknet anfühlt. Selbiges gilt natürlich auch für die Haare. Doch selbst wenn auf das anschließende Duschen vergessen wird, geht die Welt nicht unter. Es sei denn, man verbringt Stunden über Stunden im chlorhaltigen Wasser. In diesem Fall lohnt es sich wirklich, den Körper mit Feuchtigkeitscremen oder Ölen zu versorgen und auch auf die Augen sollte nicht vergessen werden. Wer sich mit einer Taucherbrille am Beckenrand nicht gerade erotisch fühlt, kann beispielsweise Augentropfen verwenden, um Juckreize und Rötungen zu vermeiden. Bei empfindlichen Haaren sind Öle ideal um eine Austrocknung zu verhindern. Dieses sollte im Idealfall noch vor dem Schwimmen aufgetragen werden, damit die natürlichen Öle gar nicht erst angegriffen werden können. 

Wenn es um den idealen Badespaß geht, stellt Chlorwasser also nur bedingt ein Hindernis dar. Anstatt sich um diese Auswirkungen auf den Körper zu sorgen, wäre es ratsam, sich eher auf den ausreichenden Sonnenschutz zu kümmern. Diese Effekte sind nämlich weit tiefgreifender und langanhaltender als etwas Chlor.