Bakterien: Neue Handyhülle beseitigt alte Probleme

Würden Sie sich mit dem Gesicht auf den Boden einer Toilette legen ? /Bild: Fotolia
Bakterien: Neue Handyhülle beseitigt alte Probleme
Catharina Kaiser

Ein Leben ohne Smartphone ist doch kaum noch vorstellbar oder? Immerhin kommt das Handy doch wirklich überall mit hin. Überraschenderweise scheinen sich aber nur wenige daran zu denken, ihr Smartphone regelmäßig zu säubern. Mal im Ernst, würden Sie sich mit dem Gesicht auf den Boden einer Toilette legen? Vermutlich nicht. Das Display eines Handys ist aber, sofern es nicht desinfiziert wird, nichts anderes. Alle nur erdenklichen Keime und Bakterien sind drauf zu finden. Klar, denn so ein Smartphone wird ja völlig unbedacht auf diversen Oberflächen platziert. Da die Materialien, aus denen Handy bestehen, aber keine antibakteriellen Eigenschaften aufweisen, ist das Risiko einer möglichen Infektion relativ hoch. Für die Gründer von GOO war das Grund genug um die weltweit erste antibakterielle Handyhülle zu entwickeln.

Kupfer als magisches Material 

Um die Idee tatsächlich umsetzten zu können, suchten die Entwickler zunächst nach geeigneten Materialen, die natürlich eine antibakterielle Eigenschaft hatten. Und wo wären derartige Stoffe leichter auffindbar, als in Krankenhäusern? Es sollte eine Abdeckung sein, die den Verbraucher vor dem unerwünschten Kontakt mit Keimen, Krankheiten und Bakterien schützen soll. Dazu eignet sich vor allem recycelter Kupfer, ein Material, dass besonders lange hält und Keimen tatsächlich den Garaus macht. Darüber schützten die antibakteriellen Handyhüllen nicht nur vor unwillkommenen Begleitern, sondern verbessern sogar das Hautbild. Ja richtig gelesen, die neuen Hüllen sollen laut Hersteller kleine Hautirritationen lindern und sogar den Alterungsprozess der Haut verlangsamen. Getestet wurde die gewünschte Eigenschaft im Rahmen einer Studie der Saint-Roch-Klinik, mittels kupferhaltigem Krankenhaus-Equipment. Dabei wollten die Forscher herausfinden, wie sich das Kupfer im Falle eines E. Coli und Staphylococcus aureus Befalls verhält. Erstaunlicherweise könnten bei 100 % der Kupferinstrumente, im Vergleich zu allen anderen Materialien, eine verringerte Anzahl an Bakterien und Keimen festgestellt werden. Genauer gesagt wurde die Bakterienbelastung nicht nur reduziert – die Anzahl ist vergleichbar mit einem Wert von 0. Kupfer wird daher nicht grundlos als eines der effektivsten Materialen gegen Bakterien und Keime bezeichnet.

Gesund dank Handyhülle 

Mit dieser nahe zu vollständigen keimfreien Handyhülle ist den Herstellern ein wahrer Rekord gelungen und diese sind sich sicher, dadurch einige Gesundheitliche Probleme reduzieren zu können. „Obwohl die Nutzung von Smartphones eine so wichtige Rolle im Alltag einnimmt, wird den Orten, an denen wir sie ablegen und somit den Keimen, die wir mit ihnen transportieren, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt“, so die Hersteller. Mit dieser simplen Entwicklung soll nun zumindest ein alltägliches Problem beseitigt werden. Bislang suchen die beiden Firmen noch nach Investoren, um die antibakterielle Handyhülle auf den Markt bringen zu können. Doch wenn man bedenkt, dass eine solch simple Kleinigkeit die Gesundheit schützen kann, wird es vermutlich nicht mehr lange dauern, bis die Hüllen tatsächlich im Handel erhältlich sein werden.