Diät

Beachbody zum Trinken – das steckt wirklich drin !

Was steckt eigentlich in einem klassischen Diät-Shake ? /Bild: Fotolia
Beachbody zum Trinken – das steckt wirklich drin !
Catharina Kaiser

Den Beachbody zum Trinken versprechen ja viele Hersteller von diversen Shakes. „Einfach ein Mittagessen gegen einen cremigen Schokoladen-Shake tauschen“ und tada, schon hat man den perfekten Körper. Tausend mal publiziert und von jedem „Fitnessguru“ mit imposanten Vorher-Nachher-Bildern kommentiert. Ein Wunder dass die Kilos ja nicht bereits schmelzen, wenn man die Verpackung nur ansieht. Das wäre ja mal ein wirklich großartiges Versprechen, doch die Sache mit dem Beachbody ist und bleibt nun mal etwas schwieriger, als sich hier und da einen Shake zu gönnen. Natürlich gibt es Menschen, die dank Shake-Kuren drastische Veränderungen erzielen konnten und sehr wohl an Gewicht verloren haben. An dieser Stelle sei allerdings daran erinnert, dass Gewichtsverlust nicht gleich Gesundheit bedeutet. Mal abgesehen von dem hohen Preis, den man für diese Getränke bezahlen muss, könnte es zudem durchaus möglich sein, dass sie alles andere als gesund sind.

Das Beachbody Versprechen

Die Hersteller der Marke Isagenix behaupten ihre IsaLean-Shakes seien aus ernährungsphysiologischer Sicht als komplette Mahlzeiten zu betrachten. Bekannt wurde die Marke übrigens für ihre 30-Tage-Kur, die dabei helfen soll nicht nur die Traumfigur sondern gleich noch die optimale Gesundheit durch „Ernährungsreinigung“ zu erreichen. Denn die Shakes sollen laut Herstellern „potenziell schädliche Toxine und Verunreinigungen aus dem Körper beseitigen“. Im Grunde handelt es sich dabei also um nichts anderes als eine Entgiftungskur. Eine extrem gehypte und Studien zufolge dennoch unnötige Methode, da die Organe selbst in der Lage sind Abfälle aller Art, einschließlich „Toxine“, zu beseitigen. Klarerweise ist diese Information nicht auf den Verpackungen zu sehen und eben so wenig wissen die meisten darüber Bescheid, was sie wirklich konsumieren. Tatsächlich enthält ein IsaLean Vanille-Shake neben nicht-organischer Molke als Hauptproteinquelle weitere 55 Zutaten. Vor allem für Menschen die empfindlich auf Milchzucker aus Milchprodukten reagieren, ist der Shake somit nicht gerade hilfreich. Das enthaltene Sonnenblumenöl könnte ebenfalls problematisch werden, da es kommerzielle Herstellungsverfahren von Sonnenblumenöl dazu neigt, Ranzigkeit zu verursachen. Obwohl es sich um ein Pulver handelt, das hauptsächlich aus isolierten Nährstoffen mit wenig brauchbaren Inhaltsstoffen besteht, verwenden die Hersteller dennoch sowohl Vitamine als auch Mineralien in ihrer natürlichen Form, anstatt billiger, synthetischer Versionen.

Zutaten in Shakeology

Im Gegensatz zum ersten Produkt machen die Hersteller in diesem Fall selbst deutlich, dass es sich nicht um einen vollständigen Mahlzeitenersatz handelt, obwohl genau das von vielen Verkäufern behauptet wird. „Wird der Shake den Anweisungen auf dem Etikett zufolge zubereitet, könnte man nicht die ausreichende Kalorienanzahl erreichen“, so Team-Beachbody-Trainer Daniel Crump. Nachdem die meisten Konsumenten ihre Shake aber ohnehin mit etwas Milch, Obst oder Nussbutter kombinieren, könnte es tatsächlich eine vollwertige Mahlzeit werden. Ähnlich wie Isagenix besteht auch der Shake von Shakeology aus 45 Zutaten mit nicht-organischer Molke als Hauptproteinquelle. Doch dieses Pulver scheint noch problematischer zu sein, dass die Molke nicht von grasgefütterten Kühen gewonnen wird. Sofern Kühe nicht mir Gras gefüttert werden, kommen normalerweise Mais und Soja zum Einsatz, die reich an mega-6-Fettsäuren sind. Eine Form von Fettsäuren, die der Körper zwar natürlich benötigt, aber stets in einem Gleichgewicht mit Omega-3-Fettsäuren konsumiert werden sollte. Nachdem viele Lebensmittel und Standard-Diäten ohnehin bereits reich an Omega-6-Fettsäuren sind, was ein Ungleichgewicht auslösen und das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen kann. Dennoch enthält der Shake im Vergleich zu manch anderen tatsächliche Nahrung in ihrer dehydrierten Form. Die angeführten Zutaten klingen also durchaus positiv. Chia, Spinat, Grünkohl, Quinoa, Goji-Beeren und Maca ergeben im Grunde eine recht gesunde Mischung und das ganz ohne Füllstoffe. In der Vanilleversion finden sich zudem Proteine, Adaptogene, Präbiotika, Probiotika sowie Verdauungsenzyme. So großartig das nun auch klingen mag, auch hier steckt das problematische Molkeprotein drin und dazu eine nur sehr kleine Menge an B-Vitaminen, die in diesem Fall unbrauchbar sind. Zudem findet sich „Bio Rohrzucker“ sehr weit oben auf der Liste der Inhaltsstoffe, was bedeutet, dass eine ganze Menge davon beigemischt wird.