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Bio-Zahnpflege statt Mikroplastik

Cremes, Gels, Zahnpasta oder Glitzerpuder - Die kleinen Plastikteilchen stecken überall drin. /Bild: Fotolia
Bio-Zahnpflege statt Mikroplastik
Melanie Payerl

Diverse Kosmetikprodukte wie Waschgels, Duschgels, Peelings und Co. sind in der Regel voll mit kleinen Mikroplastikteilchen. Plastik in Kosmetikartikeln ist keine Seltenheit. Auch herkömmliche Zahnpasten enthalten häufig diverse Mikroplastikteilchen, die jedoch gesundheitsschädlich sein können. Noch viel schädlicher ist Mikroplastik für unsere Umwelt. Durch das Abwasser gelangen die Plastikteilchen in die Umwelt, denn häufig können sie nicht gänzlich von der Kläranlage gefiltert werden. Über kurz oder lang gelangen die Nanoplastikteilchen in die Ozeane der Welt, was dort für das Sterben vieler Meerestiere verantwortlich ist. Dort werden die Plastikteilchen von Plankton und anderen Meerestieren gefressen und  auf diese Weise landet das Mikroplastik irgendwann wieder auf unserem Tisch. Bei vielen Meerestieren sorgt Mikroplastik für Entzündungen des Magen- Darmtrakts, Störungen des Fortpflanzungstriebs bis hin zum qualvollen Verenden der Tiere. Denn der Magen vieler Fische ist voll mit diversem Mikroplastik, was zum Verhungern der Tiere führt.

Was ist Mikroplastik?

Zahnpasta

Mikroplastik bezeichnet winzig kleine Kunststoffpartikel, die unter anderem in diversen Kosmetika eingesetzt werden. Diese unlöslichen synthetischen Kunststoffe, die kleiner als fünf Millimeter sind gelten als Mikroplastik. Dort dienen diese als eine Art Schmirgelpapier. In Waschgels sorgen diese kleinen Plastikteilchen dafür, dass abgestorbene Hautschüppchen von der Haut gerieben werden. Wer hätte gedacht, dass die funkelnden Anteile in Glitzerpuder winzige Kunsstoffteilchen sind? Die Plastikkügelchen in Zahnpasten sorgen für einen verstärkten Scheuereffekt. Obwohl die Kosmetikindustrie nicht als Hauptquelle von Mikroplastik dient, wenden sich immer mehr Produktlinien von Mikroplastik ab.

Vielversprechende Alternativen

Jeder kann dazu beitragen und die Weltmeere schützen, indem auf Produkte mit Mikroplastik verzichtet wird. Wer erst einmal eine gute Zahnpaste gefunden hat, wird diese vermutlich nicht so schnell gegen eine andere tauschen. Um die Umwelt zu schützen, kann man jedoch zu Alternativen greifen. Denn der Wechsel zu einer mikroplastikfreien Zahnpasta trägt dazu bei die Weltmeere  und seine Gesundheit zu schützen. Bis vor kurzem enthielten noch sehr viele Zahnpasten Mikroplastik. Seit einigen Jahren versuchen sich jedoch immer mehr Marken davon zu distanzieren. Viele Menschen haben Bedenken, ob biologische Zahnpasten die Zähne genauso ausreichend reinigen können. Sie sind in der Regel frei von Fluorid, Mikroplastik und Aluminium. Oftmals machen sich biologische Zahnpasten den positiven Effekt von Aktivkohle zu nutzen, denn diese hat mitunter den gleichen Effekt wie Mikroplastik und verhilft den Zähnen obendrein zu einem strahlenden Weiß.