Frauenmedizin

Blasenentzündung: So vermeidet ihr einen Harnwegsinfekt

Eine Blasenentzündung ist die am häufigst auftretende Krankheit bei Frauen. Sie muss ausreichend behandelt werden./Bild:Fotolia
Blasenentzündung: So vermeidet ihr einen Harnwegsinfekt
Julia Haberl

Eine der unangenehmsten Erkrankungen, die beinahe jede Frau einmal in ihrem Leben erfahren muss: Der Harnwegsinfekt. Man verspürt ständigen Harndrang und beim Wasserlassen schmerzt es höllisch. Diese Krankheit kann in verschiedensten Stadien verlaufen. Von einem leichten Brennen, bis hin zu starken Schmerzen können typische Symptome auftreten. Sobald Blut im Urin zu finden ist, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Blasenentzündungen werden häufig mit Antibiotika behandelt, damit eine rasche Heilung erzielt werden kann. Das Problem ist, dass solche Blasenentzündungen meist sehr häufig auftreten. Deshalb sollte man einige Tipps befolgen, um sich davor zu schützen:

1. Ausreichend trinken

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Genügend zu trinken ist sehr wichtig, damit die Blase gut durchspült wird. Bei einer Blasenentzündung ist der Flüssigkeitsbedarf sogar erhöht, damit die Giftstoffe vom Körper ausgeschieden werden können. Im Allgemeinen sollte man ca. 1,5-2 Liter täglich trinken. Wasser mit Preiselbeeren hat eine entzündungshemmende Wirkung bei Harnwegsinfekten und eignet sich daher gut als vorbeugende Maßnahme.

2. Höschen wechseln

Im Sommer ist größere Vorsicht durch die Besuche in Schwimmbädern und Badeseen gegeben. Dort sind meist sehr viele Bakterien und Pilze vorhanden, die Blasenentzündungen und Pilzinfektionen verursachen können. Deshalb gilt: Nach dem Baden sofort das Höschen wechseln, um die Vermehrung von Bakterien zu verhindern. Außerdem sollte der Körper nach dem Baden kurz abgeduscht werden.

3. Überhygiene vermeiden

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Tägliches duschen ist in Ordnung, spezielle Hygiene für den Vaginalbereich ist jedoch nicht notwendig! Es empfiehlt sich daher die Verwendung von pH-neutraler Seife. Duschgel und bestimmte Waschlotionen können den natürlichen Säureschutzmantel des Intimbereichs schädigen und somit eine bessere Barriere für Bakterien schaffen. Binden und Slipeinlagen verhindern die Luftzufuhr von außen und können auf Dauer auch die Ansiedlung von Mikroorganismen im Vaginalbereich induzieren.

4. Vorsicht beim Geschlechtsverkehr

Beim Geschlechtsverkehr kommt es automatisch auch zum natürlichen Austausch von Bakterien. Frauen sind jedoch meist von Blasenentzündungen betroffen, da die Harnröhre bei Frauen kürzer ist als bei Männern. Deshalb ist es für die Bakterien einfacher in den Körper der Frau zu gelangen. Wichtig ist daher, dass die Frau nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette geht, um mögliche Krankheitserreger mit dem Urin auszuscheiden. Die Verhütung beim Geschlechtsverkehr spielt eine ebenso wichtige Rolle, damit weitere Geschlechtskrankheiten verhindert werden können.