Gesundheit

Bleigießen: Deshalb ist die Silvester-Tradition verboten

Die beliebte Silvester-Tradition wurde durch ein EU-Gesetz 2018 verboten. /Bild: Fotolia
Bleigießen: Deshalb ist die Silvester-Tradition verboten
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Bleigießen gehörte für viele Österreicher als Tradition zum Feiern in der Silvesternacht dazu. Ein EU-Gesetz, das 2018 in Kraft trat, verbietet den Brauch. Die Gründe: Bleigießen gefährdet die eigene Gesundheit und die Umwelt.

Nicht grundlos gibt es für das Trinkwasser, den Boden, die Luft und für Nahrungsmittel Grenz-und Richtwerte, die die Verbreitung von Blei in der Umwelt und die Belastung des Menschen mit Blei verringern sollen. Das deutsche Umweltbundesamt empfiehlt, auf Bleigießen zu verzichten.

Blei hemmt Intelligenzentwicklung bei Kindern

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Beim Bleigießen werden kleine Formen von Blei auf einem Löffel über einer Kerze geschmolzen. Sobald das heiße Metall flüssig ist, wird es in eine Schüssel mit kaltem Wasser gegossen, in der es sofort erhärtet. Die daraus entstehenden Formen sind unterschiedlich und werden gerne von Feiernden als Orakel für das kommende Jahr genutzt.

Das Gefährliche an dieser Tradition: Beim Erhitzen des Stück Bleis entstehen Bleioxide, die in der Raumluft verdampfen. Die Bleigießer könnten diese einatmen oder kommen durch Berührung damit in Kontakt. Gerade bei Kindern besteht die Gefahr, dass sie ihre Hände anschließend in den Mund nehmen und dadurch Blei in den Körper gelangen kann. Das giftige Blei ist vor allem für Kinder gefährlich, da es die Intelligenzentwicklung beeinträchtigt.

Blei als Gefahr für die Umwelt

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Nicht nur für den Menschen selbst, sondern auch für die Umwelt stellt die Verteilung von Blei eine Gefahr dar. Bleireste werden oftmals nach dem Brauch im Restmüll entsorgt, obwohl das Material eigentlich in den Sondermüll gehört. Wer nicht auf den Silvester-Brauch verzichten möchte, kann als Alternative zu Blei mit Wachs Figuren gießen.