Ernährung

Bockshornklee fördert Milchproduktion beim Stillen

Bockshornklee kann uns vielseitig bereichern. / Bild: Fotolia
Bockshornklee fördert Milchproduktion beim Stillen

Bockshornklee, wissenschaftlich auch als Trigonella foenum-graecum bekannt, ist eine bis zu 90 cm hohe Pflanze mit grünen Blättern, kleinen weißen Blüten sowie Hülsen, welche kleine, goldbraune Bockshornkleesamen in sich tragen. Die Pflanze ist vor allem in der alternativen und der chinesischen Medizin bereits seit Jahrtausenden bekannt und geschätzt. Heute ist Bockshornklee vor allem in Gewürzmischungen, aber auch als Nahrungsergänzungsmittel in Verwendung. Gesundheitliche Vorteile von Bockshornklee ergeben sich neben einer Unterstützung des Blutzucker- und Testosteronspiegels auch durch eine Unterstützung beim Stillen.

Kulinarische Würze

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Bockshornkleesamen und -pulver finden sich vor allem in vielen indischen und asiatischen Rezepten wegen ihres ausgezeichneten Nährwertprofils, wobei vor allem ihr leicht süßen, nussiger Geschmack begeistert. Obwohl Bockshornklee zwar nicht in zu hohen Mengen genossen werden sollte, kann er den täglichen Speiseplan dennoch sehr bereichern. Er ist zum Beispiel reich an Eisen, das wichtig für die normale Blutbildung ist und darüber hinaus auch ein guter Magnesium- und Mangan-Lieferant.

Ein alternativer Still-Begleiter

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Muttermilch gilt wohl als DIE optimale Nahrung für Neugeborene, da sie ein sehr reichhaltiges und genau auf die Entwicklung des Babys abgestimmtes Nährstoffprofil aufweist. Bestimmte Umstände können in manchen Fällen jedoch zu einer unzureichenden Produktion von Muttermilch führen. Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten kann sich Bockshornklee als eine natürliche Alternative zur Erhöhung der Muttermilchproduktion anbieten. Eine zweiwöchige Studie mit 77 neuen Müttern konnte ergeben, dass der Verzehr von Bockshornklee-Kräutertee zu einer Erhöhung der Muttermilchproduktion führte. Dies half den Babys, an Gewicht zuzulegen. Auch eine weitere durchgeführte Studie mit 66 getesteten Müttern konnte einen relativ starken Anstieg der Muttermilchproduktion belegen. Diese Studien verwendeten zwar Kräutertee aus Bockshornklee anstatt Nahrungsergänzungsmittel, jedoch würden diese wahrscheinlich ähnliche Effekte aufweisen. Alle Bedenken und Medikationen zur Muttermilchproduktion sollten aber generell mit einem Arzt oder auch einer Hebamme besprochen werden.

Testosteron-Booster

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Die Erhöhung des Testosterons ist vermutlich die häufigste Indikation für eine Einnahme von Bockshornklee. Bereits einige Studien konnten die positive Wirkung auf die Libido sowie eine Erhöhung des Testosteronspiegels feststellen. In einer Studie führten 30 Männer im Hochschulalter vier Trainingseinheiten pro Woche durch, die Hälfte von ihnen erhielt Bockshornklee als Nahrungsergänzung. Im Vergleich mit der Gruppe, die keinen Bockshornklee supplementierte und bei welcher ein leichter Rückgang des Testosterons festgestellt werden konnte, konnte in der „Bockshornkleegruppe“ hingegen ein Anstieg des Testosterons beobachtet werden. Die Mehrheit der Teilnehmer berichtete von einer allgemein erhöhten Kraft sowie einer verbesserten Sexualfunktion.

Möglicher Unterstützer bei Diabetes

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Auch in Bezug auf den Blutzuckerspiegel kann sich Bockshornklee positiv auswirken, was vor allem bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes sehr wertvoll sein könnte. Eine Studie, durchgeführt an Typ-1 Diabetikern, konnte zum Beispiel eine 54%-ige Verbesserung bei der 24-Stunden- Blutzuckerbeseitigung im Harn nachweisen. Ebenso ergab eine Studie, dass Bockshornklee auch bei Nicht-Diabetikern vier Stunden nach dem Verzehr eine Senkung des Blutzuckerspiegels um 13,4% bewirkte. Die Vorteile in Bezug auf den Blutzuckerspiegel könnten auf einer Verbesserung der Insulinfunktion basieren, jedoch ebenso auf den hohen Ballaststoffgehalt zurückzuführen sein.