Ernährung

Bon Appetit: Paare, die Fisch essen, haben mehr Sex

Fisch ist nicht nur ein Aphrodisiakum, sondern steigert zudem die Chance auf eine Schwangerschaft. /Bild: Fotolia
Bon Appetit: Paare, die Fisch essen, haben mehr Sex
Catharina Kaiser

Was haben Chili und Meeresfrüchte gemeinsam? Richtig, ihnen wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt – doch neuen Studien zufolge ist die Liste der anturnenden Lebensmittel noch viel länger und schließt praktisch alle Fischsorten mit ein. Im Gegensatz zu einigen anderen Lebensmittel, deren Effekt auf das sexuelle Verlangen nicht wirklich nachgewiesen werden konnte, würde eine fischreiche Ernährung das Sexualleben tatsächlich verbessern.

Viel  Fisch gleich mehr Sex?

Forscher der Harvard University befragten 501 Paare mit Kinderwunsch und baten sie, ihre Ernährungsgewohnheiten sowie den Konsum von Fisch und Meeresfrüchten und ihre allgemeine sexuelle Aktivität anzugeben. Anschließend wurden die Teilnehmer rund ein Jahr lang begleitet, um herauszufinden, wie viele tatsächlich ein Kind bekamen. Dabei entdeckten die Forscher, dass Paare, welche mindestens zweimal wöchentlich Fisch aßen, um 22% häufiger Sex hatten. Zudem wurden 92% dieser Paare schwanger, verglichen mit 79% jener, die weniger häufig Fisch aßen. Bei den meisten wird nun vermutlich eine völlig simple Gleichung auftauchen: nämlich dass mehr Sex automatisch eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit sich bringt. Auch dieser Zusammenhang wurde von den Forschern berücksichtig. Doch selbst wenn die Häufigkeit der Liebesspiele genauer untersucht wurde, spielte der Konsum von Fisch und Meeresfrüchten noch immer eine wesentliche Rolle.

Mehr als ein bloßes Aphrodisiakum

Bei Fisch und Meeresfrüchten geht es nämlich nicht nur um die aphrodisierende Wirkung, sondern um tatsächlich nachweisbare Effekte. „So können diese Lebensmittel beispielsweise die Samenqualität, den Eisprung und andere wichtige Faktoren positiv beeinflussen“, erklärt Studien Hauptautorin Audrey J. Gaskins. Fisch enthält bekanntlich viele Nährstoffe, darunter etwa Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Vitamine und Eisen, welche laut American Pregnancy Association (APA) von schwangeren Frauen und jenen, die versuchen schwanger zu werden, in die Ernährung aufgenommen werden sollten. Dennoch müssen Frauen während der Schwangerschaft und dem Stillen aufgrund des teilweise sehr hohen Quecksilbergehalts von Fischen besonders vorsichtig sein. Demzufolge sollten nicht mehr als maximal drei Portionen pro Woche verzehrt werden.