Gesundheit

Brustkrebs: Studie spricht sich für Therapieerfolg bei jungen Frauen bei rechtzeitiger Intervention aus

In Bezug auf Brustkrebs spielen präventive Krebsvorsorge eine Schlüsselrolle – doch auch, wenn es bereits zu einem Ausbruch der Erkrankung kommt, sind die Prognosen auch für jüngere Frauen gut, wenn die vorgeschriebenen Behandlungen eingehalten werden. /Bild: Fotolia
Brustkrebs: Studie spricht sich für Therapieerfolg bei jungen Frauen bei rechtzeitiger Intervention aus

Brustkrebs zählt bei Frauen zu den am häufigsten vorkommenden Krebserkrankungen. Vor allem bei dieser Krebsart spielt die Früherkennung durch präventive Untersuchungen eine Schlüsselrolle. Nach dem Sprecher der European Society for Medical Oncology sind junge Frauen zwar zumeist von aggressiver fortschreitendem Brustkrebs als ältere Frauen betroffen, jedoch weisen erstere eine gute Heilungschance auf, wenn die von Richtlinien empfohlenen Behandlungen durchgeführt werden.

Hoffnung für junge Brustkrebspatientinnen

Nach Dr. Matteo Lambertini vom IRCCS Policlinico San Martino Hospital der Universität Genua sind Tumore bei Frauen unter 40 Jahren eher dreifach negativ und HER2 positiv und damit tendenziell aggressiver. Dennoch wären nach ihm die Überlebens- und Lokalrezidivraten mit denen der Allgemeinbevölkerung von Brustkrebspatientinnen, vergleichbar. Dies gelte sofern, als dass sie eine den Richtlinien entsprechende Behandlung erhalten.

Erfolge in 2 Studien veranschaulicht

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Bereits eine portugiesische Studie – durchgeführt an 207 Patienten unter 35 Jahren – veranschaulichte die Aggressivität von Brustkrebstumoren. Unter den Tumorsubtypen konnten 20% dreifach negativ, 28% HER2 positiv und 4% luminal A gegenüber 67% luminal B nachgewiesen werden.   Nach einem Follow-up von 53,5 Monaten waren 85 % der Frauen noch am Leben, doch bereits 26 Patienten hatten Metastasen entwickelt, drei ein lokales Rezidiv. Eine weitere, in der Schweiz durchgeführte Studie über das Wiederauftreten von Brustkrebs bei 359 Frauen im Alter von unter 50- Jährigen zeigte erfreuliche Resultate. Dieser zufolge konnte nach 5 Jahren eine Gesamtüberlebensrate bei 93 Prozent nachgewiesen werden. Der Anteil der Studienteilnehmerinnen mit einem Lokalrezidiv betrug 14 Personen, sechs Teilnehmerinnen entwickelten Metastasen, neun waren von beidem betroffen. Damit lag das Risiko, nach fünf Jahren noch einmal an Brustkrebs zu erkranken, unter 10 Prozent. Die Rate des krankheitsfreien Überlebens betrug eine hohe Zahl von 94,3% sowie 91,2% nach drei bzw. fünf Jahren. Auch die Rate des Gesamtüberlebens nach fünf Jahren betrug mit 93% einen recht hohen Anteil der Studienteilnehmerinnen.

Zuversicht für die Zukunft

Lambertini schließt daraus: „Es ist nicht wahr, dass die Diagnose Brustkrebs in jungen Jahren ein schlechteres Überleben oder höhere Chancen auf eine Rückkehr des Krebses bedeutet, und diese Studien bestätigen dies weiter. Richtig empfohlene Behandlungen sollten allen Brustkrebspatientinnen unabhängig von ihrem Alter gegeben werden. Bei diesen Frauen sollte besonders auf die möglichen Nebenwirkungen von Krebstherapien einschließlich des Risikos der Unfruchtbarkeit geachtet werden.“