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Brustvergrößerungen – Mythos oder Wahrheit ?

Es gibt viele Mythen, die sich um den beliebtesten Eingriff in der plastischen Chirurgie ranken ! /Bild: Fotolia
Brustvergrößerungen – Mythos oder Wahrheit ?
Tanja Judmann

Viele Mythen ranken sich um den beliebtesten aller kosmetischen Eingriffe in der plastischen Chirurgie: die weibliche Brustvergrößerung. Persönliche Vorher-Nachher-Erfahrungen werden im Fernsehen weitergegeben und Filme ziehen Frauen mit Silikonbrüsten gerne einmal durch den Kakao. Kein Wunder also, dass Wahrheit und Fiktion hier ineinander verschwimmen und sich häufig die Frage stellt, was denn nun der Realität entspricht. Vielleicht denken auch Sie über eine Brustvergrößerung nach oder aber interessieren sich einfach nur für das Thema. Neben Tipps zur natürlichen Brustvergrößerung, möchten wir Ihnen gerne bezüglich der gängigsten Mythen auf die Sprünge helfen.

Mythos 1: Brustimplantate sehen künstlich aus

Bei Brustvergrößerungen denkt man nur allzu schnell an die klischeebehaftete Hollywood-Wasserstoff-Blondine in Doppel-D. Doch Brustimplantate gibt es in den verschiedensten Formen und Größen, so dass diese ganz auf den Körperbau der Frau angepasst werden können. Eine natürlich Optik lässt sich beispielsweise durch anatomisch tropfenförmige Implantate erreichen. Wichtig ist, dass die vorhandene Brustform vorab analysiert wird, denn die Implantate sollen sich nicht an der Brust abzeichnen und ein für den Körperbau angemessenes Gewicht aufweisen, sodass das Gewebe nicht zu stark strapaziert wird.

Mythos 2: Brustimplantate müssen regelmässig ausgetauscht werden

Brustimplantate sind nicht unkaputtbar, jedoch gibt es heutzutage Frauen, die ihr ganzes Leben mit den ersten Implantaten verbringen. Ein Austausch muss nicht nach einer gewissen Zeit, beispielsweise 10 Jahren, vorgenommen werden, sondern nur, wenn Komplikationen auftreten. Dies kann ein beschädigtes Implantat oder das Auftreten einer Kapselkontraktur (eine Verhärtung des Brustgewebes) sein. Bei den modernen Materialien sind diese Komplikationen jedoch äußerst selten geworden. Des Weiteren werden nach der Operation regelmäßige Routine-Nachsorgeuntersuchungen durchgeführt, um Probleme frühzeitig zu erkennen. Informieren Sie sich ausführlich, wenn Sie noch weitere Fragen zu Brustvergrößerungen haben.

Mythos 3: Nach der Brust-OP kann frau nicht mehr stillen

Viele Frauen haben einen Kinderwunsch und so stellt sich die Frage, ob das Stillen nach der Brustvergrößerung eingeschränkt wird. Studien zeigen, dass für Säuglinge kein Risiko besteht und die Implantate werden weit von der Drüse entfernt platziert. Dabei kann der Schnitt unter der Brust oder in der Achselhöhle gesetzt werden, das Implantat wird unter dem Brustmuskel platziert oder es wird ein kleines Implantat gewählt, um den Eingriff möglichst klein zu halten. So bleibt das Stillen auch nach der OP uneingeschränkt. Ein anderer Faktor ist, dass sich die Brustform in der Schwangerschaft aufgrund der Hormonausschüttung ändern kann – dies lässt sich auch mit Implantaten nicht vermeiden.

Mythos 4: Brustimplantate platzen im Körper

Horrorgeschichten kursieren immer wieder über das Platzen von Implantaten im Körper, sei es bei großer Belastung oder im Flugzeug. Dies ist jedoch bei modernen Implantaten auszuschließen. Diese sind mit einem speziellen, nicht flüssigen Gel befüllt. Sollte das Implantat beschädigt werden, dann bleibt das feste Gel an Ort und Stelle. So ist das Auslaufen zwar ausgeschlossen, jedoch sollte beachtet werden, dass wie bei jeder anderen Operation auch Komplikationen auftreten können.

Mythos 5: Eine Brust-OP ist teuer und schmerzhaft

Die Kosten für eine Brustvergrößerung können stark variieren. Es kann mit einem Preis von etwa 4.500 bis 7.000 EUR inklusive Übernachtung und Narkose in einer Klinik kalkuliert werden. Die sorgfältige Wahl des Chirurgen sollte jedoch immer an erster Stelle stehen, Qualität und Sicherheit haben bei operativen Eingriffen Priorität. Das Schmerzempfinden nach der Operation ist selbstverständlich sehr subjektiv. Jedoch handelt es sich bei erfahrenen Chirurgen um einen Routineeingriff und der Schmerz wird durch Medikamente gelindert. Die meisten Frauen fühlen sich schon kurz nach der Brustvergrößerung wieder fit und wohl, nur intensive Bewegungen sollten mindestens zwei Wochen nach dem Eingriff vermieden werden.

Mythos 6: Operierte Brüste fühlen sich künstlich an

Moderne Implantate orientieren sich stark an der natürlichen Gewebebeschaffenheit und sind normalerweise nicht zu spüren. Insbesondere bei der Platzierung unter dem Muskel liegen einige Gewebeschichten über dem Implantat und die Brust fühlt sich ganz natürlich an.

Sie sehen: An den gängigen Mythen ist wenig Wahres zu finden. Sollten Sie über eine Brustvergrößerung nachdenken, dann wählen Sie einen zertifizierten plastischen Chirurgen, der viel Wert auf Aufklärung, Beratung, ausführliche Voruntersuchung und Nachsorge legt. So steht einem wunderbaren Endergebnis nichts mehr im Wege.