Gesundheit

C-reaktives Protein: Ein bedeutender Laborwert

Vor allem bei akuten, bakteriellen Infektionen kommt es zu einer signifikanten Erhöhung des CRP-Wertes. /Bild: Fotolia
C-reaktives Protein: Ein bedeutender Laborwert

Das C-reaktive Protein, kurz CRP, ist ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems und wird in der Leber als eine Reaktion auf Entzündungen infektiöser und nichtinfektiöser Art gebildet. Anschließend wird es ins Blut abgegeben. Sein Mechanismus ist einfach zu erklären: CRP bindet an krankheitserregende Fremdkörper wie Viren, Pilze oder Bakterien und fungiert als ein Marker für unser Immunsystem, diese zu erkennen und zu bekämpfen. Die Ursachen für erhöhte CRP-Werte reichen von (vor allem bakteriellen) Infektionen, Herzerkrankungen bis hin zu Krebs.

Wann wird der CRP-Wert ermittelt?

Grundsätzlich wird der CRP-Wert im Blut bei Verdacht auf akute Infektionen oder tumorartige Krankheiten bestimmt. Neben einem Anstieg der Leukozyten, einem hohen Blutsenkungswert sowie klinischen Symptomen wie Fieber ist er der schnellste Parameter für Entzündungen in unserem Körper. Genauso schnell, wie sich der CRP-Wert erhöht, so schnell sinkt er bei erfolgreicher Immunabwehr auch wieder ab – dadurch eignet er sich ausgezeichnet zur Verlaufskontrolle von Infektionen. Darüber hinaus kann der CRP-Wert zu einer Differenzierung zwischen bakteriellen oder viralen Infektionen herangezogen werden, wobei dies nicht ganz eindeutig sicher ist.

Welche Werte sind normal?

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Das C-reaktive Protein wird in der Regel in Milligramm pro Liter Blut gemessen. Bei Kindern und Erwachsenen ist ein Referenzwert bis zu 10mg/l als normal zu betrachten, bei Neugeborenen liegt die Grenze um etwa 5 mg/l höher.

Wann ist der CRP-Wert erhöht?

Wie bereits kurz erwähnt, kommt es in erster Linie bei schweren, meist bakteriellen Infektionen zu einer Erhöhung des CRP-Werts im Blut. Dies ist etwa bei bakteriellen Infektionen wie Lungenentzündungen, systemischen Infektionen wie einer Blutvergiftung oder auch bei Gehirnhautentzündung der Fall. Doch auch bei Verletzungen oder einer rheumatoiden Arthritis kann die Konzentration des CRP ansteigen. Nicht zuletzt sollte bei einer dauerhaften Erhöhung des CRP auch an Tumorerkrankungen gedacht werden.

Wichtiger Marker für Erkrankungen des Herzens

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Eine besondere Funktion als Marker kommt dem CRP-Wert in Bezug auf die Ermittlung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu. So weist ein Wert von weniger als 1 mg/L auf ein geringes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin, während ein Laborwert zwischen 1 und 2,9 mg/L auf ein mittleres Risiko hindeuten kann. Ab einem CRP-Wert von mehr als 3 mg/L lässt sich bereits von einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgehen. Ab einem CRP-Wert von mehr als 10 mg/L sollten weitere medizinische Untersuchungen zur genauen Bestimmung der Ursache herangezogen werden.