Bewegung

Daily walk: 8 Vorteile des täglichen Spaziergangs

Bereits wenige Stunden Spazierengehen pro Woche haben eine positive Auswirkung auf Körper und Seele. / Bild: Fotolia
Daily walk: 8 Vorteile des täglichen Spaziergangs
Paulin Klärner

Das mit dem Sport ist so eine Sache – entweder man ist von Natur aus ein aktiver Typus, dem es grundsätzlich nicht schwer fällt, sich zur Bewegung zu überwinden, oder man gehört wie der Großteil der Bevölkerung zu den entfernten Verwandten des Faultiers und bekommt schon einen Stressausschlag, wenn man das Wort „Sport“ nur hört.

It’s all in your head!

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Wie so oft beginnt das Problem auch bei Sportmuffeln schon im Kopf und die Vorstellung davon, sich ins Fitnesscenter zu schleppen, aufs Fahrrad zu schwingen oder gar Joggen zu gehen führt zu so viel Stress, dass der innere Schweinehund die kurz aufflammende Überwindung mit dem Satz „Sport ist einfach nichts für mich“ binnen weniger Sekunden im Keim erstickt. Dabei muss gesundheitsfördernde Bewegung ja nicht immer gleich Hardcore-Ausdauersport oder Pumpen im Fitnesscenter sein. Laut zahlreichen Studien und Meinungen von Bewegungs-Experten sollen bereits 20-30 Minuten Spazierengehen pro Tag einen enorm positiven Effekt auf Körper und Seele haben. Wir haben deshalb 8 gesundheitliche Vorteile des regelmäßigen Gehens unter die Lupe genommen.

1. Spazierengehen hilft bei schlechter Stimmung

Regelmäßiges Spazierengehen hilft nachweislich dabei, negative, ständig wiederkehrende Gedanken besser zu verarbeiten. Aber nicht nur beim Vorbeugen und Umwandeln von schlechter Laune, sondern selbst bei schwerwiegenden Depressionen soll ein täglicher Spaziergang laut Studien dabei helfen, neuen Antrieb zu finden und besser mit negativen Gedankenspiralen umzugehen.

2. Spazierengehen tut dem Herzen gut

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Beim Gehen wird die Durchblutung verbessert, der Herzrhythmus erhöht und das Herz und die Blutgefäße gestärkt. Umso regelmäßiger die Spaziereinheiten, desto besser geht es unserer Pumpe langfristig.

3. 20 Minuten Spazierengehen am Tag verlängert das Leben

Laut einer Studie von Vitality Health, im Rahmen derer 6.600 Menschen über 12 Monate dazu aufgefordert wurden, jede Woche 150 Minuten Sport zu machen, zeigte sich, dass bereits 20 Minuten pro Tag das „Vitalitätsalter“ der Teilnehmer um ganze 3 Jahre verlängerte.

4. Spazierengehen macht glücklich

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Laut einer Studie der Stanford University heben bereits 20 Minuten Bewegung im Freien die Laune. Hierbei ist der Effekt eines Spaziergangs in der Natur allerdings um einiges größer als beim Spazierengehen durch die Stadt – weshalb man sich auch in urbanen Regionen Grünzonen zum Bewegen suchen sollte.

5. Spazierengehen hilft, schneller Lösungen für Probleme zu finden

Wenn man zu lange über ein Problem grübelt, ist es hilfreich, den Ort zu wechseln, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen. Und dabei gibt es keine bessere Aktivität als einen ausgedehnten Spaziergang, meint auch Psychologin und Lebensberaterin Dr. Karin-Kaiser Rottensteiner. Ihr Tipp: „Gehen sie 3 Mal täglich mit ihrem Hund eine Runde um den Block. Auch wenn sie keinen Hund haben…„.

6. Beim Spazierengehen kann man richtig abschalten

Ein Spaziergang mit sich selbst ist wohl eine der besten Möglichkeiten, sich vom Alltagsstress zu trennen. Kein Smartphone, kein Smalltalk, keine Arbeit – einfach nur Ein- und Ausatmen und sich dabei ohne allzu große Anstrengung durch die Welt bewegen: Stresslevel und Blutdruck fallen und sogar die Schlafqualität verbessert sich auf Dauer.

7. Spazierengehen macht kreativ

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Mithilfe des „Guilford’s Alternative Tests“, im Rahmen dessen die Teilnehmer neue Verwendungszwecke für Alltagsgegenstände finden mussten, fanden Wissenschaftler heraus, dass Spaziergänge die Kreativität enorm beflügeln. In wissenschaftlichen Artikel „Give your ideas some legs: The positive effect of walking on creative thinking. wird genau erklärt, wie und warum die Ideen nur so sprudeln, sobald sich der Denker zu einem Spaziergang aufmacht. Wichtig für uns: Spazierengehen führt dazu, dass unser Hirn auf Hochtouren läuft, ohne dass wir uns bewusst anstrengen.

8. Spazierengehen beansprucht den ganzen Körper

Im Gegensatz zum Radeln am Hometrainer, Bauch-Beine-Po Training oder Workout mit Hanteln beansprucht Spazierengehen alle Bereiche des Körpers. Damit hilft die „Sportart für Gemütliche“ bei Rückenbeschwerden und Verkrampfungen gleichermaßen wie beim Muskelaufbau und Abnehmen (sofern regelmäßig und in zügigem Tempo spaziert wird).