Frauenmedizin

Das Einsetzen der Menopause fördert Depressionen

Das Einsetzen der Wechseljahre ist oft geprägt von Angstzuständen und Depressionen! /Bild: Fotolia
Das Einsetzen der Menopause fördert Depressionen
Julia Haberl

Unter der Menopause wird das Ausbleiben der Menstruation ab einem bestimmten Lebensabschnitt bei Frauen höheren Alters definiert. Die Menopause führt unter anderem zur Unfruchtbarkeit, das heißt die Frau kann kein Baby mehr gebären. Ausgelöst wird diese körperliche Veränderungen durch Hormone. Die Funktion der Eierstöcke lässt nach und somit ist der Hormonhaushalt gestört. Dies kann das Leben der Frau stark beeinträchtigen. Osteoporose, Wallungen, Stimmungsschwankungen und Haarausfall sind gängige Folgen. Außerdem ist diese Phase oft geprägt von negativer Stimmung und so kann die Entstehung von Depressionen gefördert werden.

Depression früh genug erkennen

Depression

Meist kommt es im Alter von 50 Jahren bei Frauen zum Einsetzen der Menopause. Der niedrige Spiegel an weiblichen Geschlechtshormonen geht mit körperlichen und geistigen Veränderungen einher. Diese körperliche Veränderung beansprucht die Psyche einer Frau. Angststörungen und negative Stimmung sind die Folge. Das Familienumfeld wundert sich oft über diese plötzliche Veränderung, in diesen Fällen gilt es unbedingt nachzufragen und versuchen gemeinsam nach einer Möglichkeit zum Lösen dieser Probleme zu suchen. Vor allem Frauen, die schon unter Angstzuständen oder Depressionen im Laufe ihres Lebens gelitten haben, neigen auch in den Wechseljahren dazu, in eine depressive Phase zu verfallen. Außerdem können auch Beschwerden wie Leistungsabfall und mangelndes Erinnerungsvermögen auftreten. Depressionen sollten unbedingt früh genug, am besten von der Betroffenen selbst, erkannt werden. Es ist überhaupt keine Schande sich diese körperliche Niedergeschlagenheit einzugestehen, da Ärzte mit solchen Problemen bestens vertraut sind. Darum nicht versuchen diese Phase alleine zu überstehen, sondern einfach einmal einen Kontrollbesuch beim Frauenarzt vereinbaren! Dieser kann mithilfe eines Hormontests den Beginn der Wechseljahre bestimmen und Abhilfe gegen mögliche Probleme leisten. Laut einer Studie kann unbehandelte Depression zur Entstehung von physischen Beschwerden führen. Die Lebensqualität wird merklich beeinträchtigt und auch die Lebenslust scheint dabei rasant abzunehmen.

Eigeninitiative ergreifen, um Beschwerden zu verhindern

Sport

Um die Beschwerden der Menopause so gut wie möglich vermeiden zu können, ist das Befolgen einiger Tipps sehr hilfreich. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit wertvollen Ölen ist besonders wichtig. Übermäßiger Alkoholkonsum, Nikotin und fettreiche Ernährung sind hingegen als eher negativ einzustufen. Sport und Bewegung sind unverzichtbar, um die Knochen und den Körper gesund und fit zu erhalten! Bewegung an der frischen Luft ist wichtig für die Bildung von Vitamin D, welches dem Knochenabbau im höheren Alter und somit der Entstehung von Osteoporose entgegenwirkt. Unterschiedliche Entspannungstechniken können helfen, Schlafstörungen, Depression und Angstzustände zu bekämpfen. Yoga, Qui-Gong & Co. sind einfach durchzuführen und sorgen für körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden!