Gesundheit

Das Epstein-Barr-Virus: Verursacher des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Das Epstein-Barr-Virus befindet sich bei Infizierten im Speichel und wird dadurch häufig durch das Küssen übertragen. / Bild: Fotolia
Das Epstein-Barr-Virus: Verursacher des Pfeifferschen Drüsenfiebers

Das Epstein-Barr-Virus ist jenes Virus, welches die Krankheit Mononukleose bzw. das Pfeiffer’sche Drüsenfieber, auch bekannt als „Kusskrankheit“, verursacht. Letztere Bezeichnung ergibt sich aus dem Fakt, dass es im Speichel vorkommt und dadurch durch das Küssen übertragen werden kann. Doch auch infizierte Zahnbürsten oder das Trinken aus dem selben Glas können zu einer Infektion führen. Ebenso kommt das Epstein-Barr-Virus in Sperma und Blut vor, übertragbar ist es demnach auch über Sex oder Bluttransfusionen.

Symptome

kiss
Die Infektion mit Epstein-Barr verläuft häufig ohne Anzeichen. Manchmal brechen die Symptome der Mononukleose gar nicht oder erst nach vier bis sechs Wochen aus.  Das Krankheitsbild des Pfeiffer’schen Drüsenfiebers ist individuell: Bei manchen Menschen kommt es zu den Symptomen einer Grippe wie Ermüdung, Fieber, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen sowie – und dies ist besonders charakteristisch– geschwollenen Lymphdrüsen im Nackenbereich.

Diagnostik

Anhand der Symptomatik lässt sich das Pfeiffer’sche Drüsenfieber noch nicht eindeutig bestimmen, da diese auch für einen grippale Infekt oder eine Grippe sprechen könnten. Ein Blutbild, welches Antikörper gegen das EBV-Virus aufzeigt oder auch eine vergrößerte Milz geben eindeutige Antworten.

Behandlung

tea
Wie auch andere virale Infektionen kann das Pfeiffer’sche Drüsenfieber nur symptomatisch behandelt werden, Antibiotika sind auch hier wirkungslos. Ausreichend Ruhe und Schlaf sowie eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit – am besten Wasser oder Tees – sorgen für eine gute Genesung. Auch fiebersenkende Schmerzmittel können in der Behandlung hilfreich sein. Ist zudem die Milz vergrößert, sollten etwa einen Monat nach der Krankheit Sport und schweres Heben vermieden werden, um einem Milzriss vorzubeugen.

Vorbeugung

Aktuell wurde noch kein Impfstoff gegen eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus entwickelt. Der beste Weg der Vorbeugung ist Schutz vor infizierten Personen. Geschirr und Besteck sowie Zahnbürsten sollten nicht mit Fremden bzw. Infizierten geteilt werden. Sex und Küssen sollten als mögliche Ansteckungsquellen bei One-Night-Stands berücksichtigt werden.