Der 2 Punkte Plan gegen Sonnenbrand

Der Sommer ist noch lange nicht vorbei ! /Bild: Fotolia
Der 2 Punkte Plan gegen Sonnenbrand
Catharina Kaiser

Nein, niemand braucht noch einen Hinweis darauf, wie wichtig es ist eine Sonnencreme aufzutragen und auch die Tatsache, dass Hautkrebs als die häufigste Krebserkrankung in Amerika gilt, ist inzwischen vermutlich auch den meisten bewusst – mal abgesehen davon, dass Sonnenschäden die Haut um Jahre altern lassen. Und dennoch verwandelt sich der ein oder andere beim Sonnenbaden nach wie vor in einen knallroten Krebs. Sei es weil man einschläft und wortwörtlich verpennt hat, dass der Schatten des Sonnenschirms um ein paar Meter weiter nach links gerückt ist, oder weil man einfach vergessen hat, sich nach dem Schwimmen nochmals einzucremen. Ein Sonnenbrand passiert nun mal schneller als gedacht. Doch was genau sollte man tun, wenn es soweit ist? Die meisten würden wahrscheinlich erstmal zu einer Aftersun Lotion greifen um das Brennen zu stillen. Laut Experten Dr. Josh Zechner gibt es allerdings eine viel effektivere Technik, die umgehend angewendet werden sollte – nennen wir es die 2 Schritte-Methode. Bestehend aus Step 1, der wirklich sofort durchgeführt werden sollte, sobald sich der Sonnenbrand bemerkbar macht, gefolgt von Step 2, mit ein paar Stunden Verzögerung.

Schritt 1 gegen Sonnenbrand

„Unmittelbar nach einem Sonnenbrand ist es besonders wichtig die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, um mögliche Entzündungen zu reduzieren“, so Dr. Zechner. Daher sollte man tunlichst auf reichhaltige Cremen verzichten. Denn solche Lotionen führen nur dazu, dass die Hitze in der Haut gespeichert wird, anstatt sie zu kühlen. Idealerweise sollte also in erster Linie zu Aloe Vera Produkten gegriffen werden. In der Gel Variante sind solche Produkte sowohl leicht als auch atmungsaktiv, so dass die Hitze entfliehen kann. Alternativ dazu können allerdings auch Kompressen aus Milchprodukten aufgelegt werden. Die perfekte DIY Anti-Sonnenbrand-Packung ist übrigens super leicht herzustellen: Einfach etwas Magermilch mit Eiswürfel in eine Schüssel geben und einen Waschlappen darin einweichen. Der kommt dann solange auf die betroffene Hautstelle, bis er warm wird und kann anschließend wieder eingeweicht werden. Dank der Proteine, die in der Milch enthalten sind, wird sich die gereizte Haut schnell beruhigen. Zudem sollte ein Sonnenbrand nicht nur von außen behandelt werden, also auf der Hautoberfläche, sondern auch innerlich. Am besten gelingt das laut Experten durch die Einnahme von Aspirin, da es die Entzündung reduziert.

Der 2. Schritt

Nachdem die anfängliche Verbrennung der Haut erst einmal behandelt wurde, heißt es leider abwarten und kühl bleiben. Denn je nach dem wie intensiv der Sonnenbrand ausgefallen ist, wird sich am folgenden Tag die Haut schälen oder jucken. Immerhin ist die Hautbarriere ja noch immer gestört, und das kann schnell zu Trockenheit und Juckreiz führen. Dr. Zechner empfiehlt im zweiten Schritt Petrolatum-basierte Produkte zu verwenden um die Haut zu schützten. Die neuesten Lotionen wie etwa spezielle Vaseline Produkte basieren auf einem dreifach gereinigtem Petrolatum, ohne dabei zu fettig zu sein. Sollten sich kleine Bläschen auf der Haut bilden, heißt es schnurstracks zum Dermatologen. In diesem Fällen braucht es nämlich etwas stärkere Mittel, um den Sonnenbrand zu bekämpfen. Nicht selten werden dann antibiotikahaltige Salben, oder andere entzündungshemmende Medikamente verschrieben.

Beim nächsten Mal sollten Sie allerdings etwas vorsichtiger sein und sich mit einem Sonnenhut oder zumindest einem Sonnenschirm – oder am besten gleich mit beidem bewaffnen.