Partnerschaft

Der Einfluss von Texting in Beziehungen

Ein Drittel der US-Teens trennte sich schon einmal via Textnachricht vom Partner. /Bild: Fotolia
Der Einfluss von Texting in Beziehungen
Trixi Kouba

Statt Gesprächen von Angesicht zu Angesicht klärt die junge Generation Probleme gerne mithilfe von SMS. Auch Liebesbekundungen und organisatorische Dinge werden über Nachrichten im Sekundentakt verschickt. Teenager und junge Erwachsene nutzen Textnachrichten in starker Intensität in ihren romantischen Beziehungen. Kommunikationswissenschaftler stellten sich die Frage, in wieweit SMS, Whatsapp & Co. die Kommunikation zwischen Partnern beeinflusst. Leiden Partnerschaften darunter oder führt Texten sogar zu einer stärkeren Bindung? Eine Wiener Studie zeigt: Das Texten muss nicht zu Beziehungsproblemen führen, solange beide Seiten gleichermaßen häufig schreiben.

Sex und Trennung via Textnachricht

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Texting ist in der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. 98 Prozent der jungen Erwachsenen (18 bis 29 Jahre) in den USA besitzen ein Mobiltelefon, fast 80 Prozent nutzen es zum Texten. Studenten verbringen rund 90 Minuten täglich mit Textnachrichten. Damit spielt es eine große Rolle in Beziehungen zwischen jungen Erwachsenen. Kein Aspekt einer Paarbeziehung ist davon ausgenommen. So haben über 40 Prozent junger Erwachsene Textnachrichten genutzt, um sexuelle Inhalte zu verschicken und ein Drittel berichtete, sich schon einmal von dem Partner oder der Partnerin über SMS getrennt zu haben.

Zufrieden durch Ähnlichkeit

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Machen virtuelle Gespräche die Beziehung reicher oder bringt man sich selbst um wichtige Emotionen in einer Partnerschaft? Gerit Götzenbrucker von der Universität Wien untersuchte die Zufriedenheit von über 200 jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren in ihren Partnerschaften. Dabei zeigte sich, dass Texting nicht negativ für Beziehungen sein muss. Dazu müssen jedoch beide Partner in ihrem Textverhalten ähnlich sein. Wer gleich häufig Nachrichten über das Smartphone verschickt, ist zufriedener in seiner Beziehung. Dazu müssen beide Partner das Gefühl haben, der andere initiiere im gleichen Ausmaß Gespräche, wie man selbst.

Die Untersuchung zeigte auch, dass ein Ausdruck der Emotionen den Partner in jeder Lage glücklich macht. Wer seine Gefühle zeigt, sei es persönlich oder durch Textnachrichten, erlebt eine stärkere Zufriedenheit in seiner Beziehung.

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