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Der Herbst bringt Migräne

Der Herbst bringt Migräne
Supermed

Im Herbst wechseln sich wetterbedingte Hochs und Tiefs immer wieder ab, dadurch steigt das Risiko eines Migräne Anfalls für Betroffene. Vor allem Wetterwechsel verursachen die gefürchteten Kopfschmerzen.  Mehr als zehn Prozent der Österreicher leiden unter Migräne, wobei Frauen doppelt so oft betroffen sind als Männer.

Wie äußerst sich ein Migräne Anfall?

Typisch für die Migräne sind anfallsartige Kopfschmerzen, die in unregelmäßigen Abständen wiederkehren. Im Gegensatz zum Spannungskopfschmerz, bei dem die Schmerzen als dumpf beschrieben werden und meist beidseitig auftreten, sind die Schmerzen bei Migräne oft halbseitig begrenzt und pulsierend. Außerdem können Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Geräusch- oder Geruchsempfindlichkeit auftreten.

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Manche Betroffenen haben nur zwei oder dreimal im Jahr einen Migräne Anfall, manche Betroffene mehrmals im Monat. Die typischen pulsierenden, pochenden oder stechenden Kopfschmerzen halten im Regelfall zwischen vier und 72 Stunden an, um dann auch ohne Behandlung wieder zu verschwinden. Rund ein Drittel der Betroffenen haben vor einem Migräneanfall eine sogenannte „Aura“, d.h. auftretende Wahrnehmungsstörungen die auf einen bald auftretenden Anfall hindeuten. Während eines Anfalls sind Betroffenen kaum noch oder gar nicht mehr in der Lage dem Beruf oder alltäglichen Dingen nachzugehen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich in einen ruhigen, abgedunkelten Raum zurück zu ziehen.

Zum Schmerz gesellen sich fast immer Appetitlosigkeit,Übelkeit, Erbrechen, Lärmempfindlichkeit und Lichtempfindlichkeit.

Wie entsteht eine Migräne?

Bei der Migräne handelt es sich um eine neurobiologische Funktionsstörung, deren genauen Ursachen und Prozesse noch nicht völlig erforscht sind. MRT Analysen von Patienten haben gezeigt, dass bestimmte Bereiche im Hirnstamm und im Mittelhirn bei Menschen mit Migräne aktiver und stärker durchblutet sind als bei Gesunden.  Durch die Hyperaktivität kommt es zu einer Art Entzündung des Hirngewebes, womit die Schmerzsensibilität erhöht wird. Während einer Migräneattacke konnte im Blut der Betroffenen zudem ein erhöhter Serotonin Spiegel nachgewiesen werden. Es gibt eine Reihe von Auslöser, die bei Menschen mit bestehender erblicher Veranlagung einen Migräne Anfall auslösen können. Zu den Auslösern gehören zum Beispiel:

  • Schwankungen im Hormonhaushalt, bedingt durch den weiblichen Zyklus oder durch die Einnahme von Hormonpräparaten
  • körperlicher und psychischer Stress
  • starke Emotionen wie ausgeprägte Angst, große Freude oder tiefe Trauer
  • Veränderungen im Schlafrhythmus
  • Nikotin, Alkohol und bestimmte Nahrungsmittel (manche Käsesorten oder Rotwein)
  • Unterzuckerung und Hungerzustände
  • Umweltreize wie Lärm, Gerüche oder flackerndes Licht
  • Rasche Änderung in der Witterungen wie Föhn oder Kälte

Linderung der Symptome

Da die Ursache der Migräne bis heute nicht behandelt werden kann, geht es vor allem darum, die Schmerzen und Begleitsymptome zu lindern. Neben der Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten im Akutfall haben sich einige Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium, Coenzym Q10 und Riboflavin (Vitamin B2) zur Vorsorge bewährt.

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