Erkältung

Der Unterschied zwischen Viren & Bakterien

Müssen Symptome mit Antibiotika behandelt werden oder nicht ? Dazu muss diese Fakten wissen ! /Bild: Fotolia
Der Unterschied zwischen Viren & Bakterien
Trixi Kouba

Um zu wissen, wann die Einnahme von Antibiotika wirklich sinnvoll ist, muss der Unterschied zwischen Viren und Bakterien gekannt werden. Infektionen mit Bakterien und Viren lösen meist sehr ähnliche Symptome aus: Husten, Niesen, Fieber, Müdigkeit, Übelkeit, Magenkrämpfe oder Erbrechen. Obwohl die Krankheitssymptome so ähnlich sind, ist ihre Reaktion auf bestimmte Medikamente durchaus verschieden. Antibiotika werden seit über sieben Jahrzehnten zur Behandlung oder Vorbeugung von bakteriellen Infektionen verwendet. Gegen Virenerkrankungen können diese Mittel aber nichts ausrichten. Deshalb ist es essentiell, sich nicht selbst zu kurieren, sondern mit einem Arzt die Vorgehensweise zu besprechen. Denn mit dem steigenden Missbrauch von Antibiotika treten andere Probleme auf: Es steigt das Risiko auf resistente Bakterien. Bakterien, gegen die es in keine Behandlungsmaßnahmen gibt. Unheilbaren Erkrankungen werden Tür und Tor geöffnet.

Antibiotika bei Grippe & Erkältungen ?

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Einer der Gründe für die Zweckentfremdung von Antibiotika ist die Behandlungsweise bei Grippe und Erkältungen. In den meisten Fällen sind für Halsweh, Schnupfen und ähnliche Symptome der Grippe und Erkältungen nicht Bakterien, sondern Viren verantwortlich. Hier können Antibiotika nicht helfen, sondern den Schaden noch erhöhen. Die Gefahr für eine Antibiotikaresistenz steigt und diese resistenten Bakterien können auf andere Menschen übertragen werden und sich über Ländergrenzen hinweg ausbreiten.

Die Unterschiede

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Obwohl sowohl Bakterien als auch Viren so winzig sind, dass sie mit freiem Auge nicht erkennbar sind, weisen sie jede Menge Unterschiede auf. Bakterien sind einzellige Mikroorganismen, die sich durch Teilung vermehren. Sie können in sehr verschiedenen Umwelten überleben. Manche leben in extremer Kälte, andere in extremer Hitze oder in radioaktivem Abfall. Die meisten Bakterienstämme sind für den Menschen harmlos beziehungsweise nützlich, wie beispielsweise bei der Verdauung. Nur ein Prozent aller Bakterien kann für den Menschen ein Krankheitsrisiko bedeuten. Gefährliche Bakterien können Tuberkulose, eitrige Infektionen der oberen Atemwege oder Harnwegsinfektionen auslösen.

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Viren leben hingegen immer in Lebewesen wie Menschen, Tieren oder Pflanzen und können ohne ihren Wirt nicht überleben. Beim Eintreten in den Körper erobert der Virus Zellen und lässt diese den Virus weiterproduzieren, bevor die alten Zellen absterben. Viren sind beispielsweise für Grippe-Erkrankungen, Erkältungen, AIDS oder gewöhnlichen Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Windpocken verantwortlich. Im Vergleich zu Bakterien sind Viren kleiner und die meisten Arten von ihnen können Krankheiten beim Menschen auslösen. Manchmal greifen die Viren auch Bakterien an. Um zu unterscheiden, ob es sich bei einer Erkrankung um eine Viren- oder eine Bakterieninfektion handelt, bleibt der Gang zum Arzt nicht erspart.