Gesundheit

Die weltweite Zahl der Krebsdiagnosen steigt

Die Bevölkerung wird immer älter, womit die Krebsfälle ansteigen. /Bild: Fotolia
Die weltweite Zahl der Krebsdiagnosen steigt
Melanie Payerl

Berichten zufolge steigen die Krebsdiagnosen von Jahr zu Jahr weltweit. Etwa jeder sechste Mensch stirbt an einer Form von Krebs, das macht Krebs zu der zweithäufigsten Todesursache. Mehr Menschen sterben nur aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch wie kommt es dazu, obwohl die medizinische Versorgung immer besser wird?

Krebsarten mit häufiger Todesfolge

Abschied

Krebserkrankungen kennzeichnen sich durch eine abnormale Zellteilung, die in allen Teilen des Körpers auftreten können. Dabei werden normale Zellen in Tumorzellen umgewandelt. Einige Krebsarten können sich über das Blut- oder Lymphsystem auf andere Teile des Körpers ausbreiten. Laut einer Statistik der Global Burden of Disease  aus dem Jahr 2016 starben weltweit 1,7 Millionen Menschen an einer Art von Lungenkrebs, gefolgt von etwa 830.000 Menschen, die an Magen- oder Darmkrebs starben. In Österreich lag ebenfalls Lungenkrebs an erster Stelle, in Zahlen sind das knapp 4000 Menschen, die an dieser Krebsart im Jahr 2016 starben. Wie auch bei der weltweiten Tabelle lag auch bei der Österreich-Tabelle Darmkrebs an zweiter Stelle. Die Statistik zeigt im Ländervergleich, dass Lungenkrebs in jenen Ländern mit hohem und mittlerem Einkommen die häufigste Krebsform mit Todesfolge ist. In Ländern mit einem niedrigen Einkommen ist die führende Krebsform mit Todesfolge Darm- oder Leberkrebs.

Welche Altersgruppe ist am meisten betroffen?

Eine weitere Statistik der Global Burden of Disease zeigt, dass die Mehrzahl der Krebstodesfälle bei über 50- jährigen Patienten auftritt. Über 40 Prozent der Krebstoten ist über 70 Jahre alt und etwa 43 Prozent sind zwischen 50-69 Jahren. Betrachtet man die Vergleichszahlen aus dem Jahr 1990 kann festgestellt werden, dass die Todesfälle, der über 70-Jährigen um etwa 7 Prozent gestiegen ist.

Steigen die Todeszahlen bei Krebsdiagnosen?

Zwischen 1990 und 2016 konnte bei der Zahl der Krebstoten ein Anstieg von mehr als drei Millionen verzeichnet werden. Betrachtet man den globalen Gesamttrend, so kann festgestellt werden, dass trotz steigender Krebstodesfälle die individuellen Todesraten sinken. Das klingt erst einmal sehr widersprüchlich, bei näherem Betrachten ist es jedoch nachvollziehbar. Im Jahr 1990 starben weltweit etwa 161 von 100 000 Menschen an Krebs, im Jahr 2016 waren es nur mehr 134 von 100 000 Menschen. Wie kommt es zu der widersprüchlichen Erkenntnis? Die Gesamtzahl der Todesfälle durch Krebs nimmt stetig zu, eine Ursache dafür ist die immer älter werdende und wachsende Weltpopulation. Befasst man sich mit der steigenden Populationsgröße kann festgestellt werden, dass die Krebssterblichkeitsrate jedoch annähernd gleich bleibt.