Gesundheit

Drogenbericht: Jeder 7. Österreicher trinkt zu viel Alkohol

Dem Drogenbericht 2018 zufolge trinken ÖsterreicherInnen nach wie vor zu viel Alkohol/ Bild: Fotolia
Drogenbericht: Jeder 7. Österreicher trinkt zu viel Alkohol
Paulin Klärner

154 durch Drogen ausgelöste Todesfälle gab es laut Berechnungen des  Epidemiologiebericht Sucht 2018 letztes Jahr in Österreich – 2014 waren es hingegen nur 122. Alkohol, Tabak und illegale Drogen standen auch dieses Mal wieder im Fokus des Berichts. Das Ziel war es, „…basierend auf den verfügbaren Datenquellen ein möglichst klares und verständliches Bild der Epidemiologie des risikoreichen/problematischen Drogengebrauchs in Österreich sowie der Entwicklungen zu zeichnen.“, heißt es im Bericht.

Opioidkonsum rückläufig:

Was Opioide anbelangt, zeigt die Studie, dass sich die Situation in Österreich im Vergleich zu den Vorjahren verbessert hat. „Fast alle verfügbaren Daten des Drogenmonitorings lassen auf einen Rückgang bzw. eine Stagnation des risikoreichen Opioidkonsums in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen schließen (weniger Einsteigerinnen und Einsteiger).“, so die Autoren. Außerdem sollen sich mehr als die Hälfte der laut Schätzungen 35.000-38.000 Opioidabhängigen bereits in Behandlung befinden. Während es also in Österreich weniger (illegale) Drogentote gibt als in den Vorjahren, sieht es mit der legalen Droge „Alkohol“ ganz anders aus…

ÖsterreicherInnen trinken gern und viel

beer

Was den Alkoholkonsum in Österreich anbelangt, gibt es laut Bericht keinen Grund zur Freude – ganz im Gegenteil! Laut dem „Handbuch Alkohol“ des Gesundheitsministeriums trinken österreichische Männer (über 15 Jahren) im Schnitt 18,8 Liter Alkohol, Frauen etwa 6,2 Liter. Laut den Schätzungen der Experten trinkt jeder 7. Österreicher zu viel. „Alkoholassoziierte Todesfälle sind seit den 1990er Jahren rückläufig. Im Jahr 2016 wurden 1,4 Prozent aller Todesfälle explizit mit Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Die tatsächliche Anzahl der Todesfälle, bei denen exzessiver Alkoholkonsum eine wesentliche Rolle gespielt hat, wird jedoch höher liegen“, fügen die Autoren des Berichts mahnend hinzu.

Bessere Nachrichten, was den Tabakkonsum betrifft:

Zumindest was den Tabakkonsum anbelangt, gibt es relativ gute Nachrichten. Demnach geht der Anteil der RaucherInnen in Österreich immer weiter zurück. „Die Rauchprävalenz bei Kindern und Jugendlichen halbierte sich seit dem Jahr 2002. Im europäischen Vergleich liegt Österreich nach diesem Rückgang allerdings nach wie vor je nach Erhebungsreihe leicht bzw. deutlich über dem Durchschnitt.“, heißt es im Bericht. Tabak gehört laut WHO zu einem der vermeidbarsten Gesundheitsrisiken weltweit. Zu den zahlreichen Spätfolgen von Rauchen gehören u.A. Herzkreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen sowie Lungen-, Kehlkopf- und Speiseröhrenkrebs uvm. 2016 sind Schätzungen der WHO zufolge rund 10.200 Todesfälle auf Tabakkonsum zurückzuführen.