Gesundheit

Durchbruch in der Therapie von Multipler Sklerose

Ein neu zugelassenes Medikament wird als bahnbrechende Therapie bei MS gefeiert. /Bild: Fotolia
Durchbruch in der Therapie von Multipler Sklerose

Multiple Sklerose gilt als eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Die Autoimmunerkrankung verläuft zumeist in Schüben oder auch chronisch ohne Rückfälle und Verschlechterung der Beschwerden. Vor allem zu Beginn der Erkrankung zeigen sich bei einem Großteil der Erkrankten akute Schübe. Multiple Sklerose verursacht fortschreitende Nerven- und Gehirnschäden, woraus Sehverlust, Schwäche und Taubheitsgefühlen in den Beinen resultieren können. Auch Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Lähmungen können durch die Erkrankung auftreten. Im schlimmsten Fall – und unbehandelt – kann Multiple Sklerose zu einer Behinderung führen. Bis heute ist MS nicht heilbar, jedoch mit einigen Medikamenten sehr gut behandelbar – ein nun neu zugelassenes Medikament wurde jetzt sogar als bahnbrechende Therapie bei MS gefeiert.

Therapeutische Innovation bei MS

Erste Aufzeichnungen zur Erkrankung Multiple Sklerose existierten bereits vor Hunderten von Jahren, doch erst in den letzten 25 Jahren wurden wirksame Medikamente zur Behandlung zugelassen. Erst im Vorjahr wurde von der Food and Drug Administration mit großem Erfolg ein innovatives Medikament, Ocrelizumab, zur Behandlung von MS genehmigt. Der Antikörper Ocrelizumab zeigte nachweisliche Erfolge durch eine Verlangsamung des Krankheitsprogresses bei Multipler Sklerose. Es gilt als das erste Medikament, welches zur Therapie der primär-progredienten Multiplen Sklerose zugelassen wurde und ist nun ein großer Hoffnungsträger für Betroffene.

Weitere Therapieansätze

Neben der medikamentösen Behandlung der Multiplen Sklerose, die sich vor allem aus der Gabe von Glucokortikoiden, welche eine immunsupressive Wirkung erzielen, zusammensetzt, kann auch Physiotherapie sehr hilfreich sein. Bestimmte Übungen zur Dehnung und Kräftigung unterstützen die normalen Bewegungsabläufe und stärken die Muskeln. Auch Ergotherapie, welche die Motorik unterstützt und Heilung durch Aktivitäten verspricht, kann bei Multipler Sklerose erfolgreich eingesetzt werden. Der Fokus wird hier auch auf das Üben von alternativen Bewegungsabläufen gelegt. Ebenso wichtig kann die medikamentöse Behandlung von begleitenden Symptomen der Krankheit werden, wobei neben muskelentspannenden Medikamenten auch Schmerzmittel oder Antidepressiva eingesetzt werden. Mit einer besonderen Ernährung, die vor allem reichlich Vitamin D, Biotin und Omega-3-Fettsäuren beinhalten sollte, lässt sich die Krankheit ebenso positiv beeinflussen.