Gesundheit

E-Zigaretten: Zahlreiche Lungenkrankheits-Fälle in den USA

In den USA häufen sich die Fälle von Lungenerkrankungen nach E-Zigarettenkonsum. Die Behörden stehen vor einem Rätsel/ Bild: Fotolia
E-Zigaretten: Zahlreiche Lungenkrankheits-Fälle in den USA
Paulin Klärner, BA

E-Zigaretten sind schwer umstritten. Einerseits werden sie als gesunde Alternative propagiert, andererseits warnen ExpertInnen vor den noch nicht ausreichen erforschten Folgen. Laut einer Studie der der Harvard T.H. Chan School of Public Health enthalten E-Zigaretten Aromastoffe, die unsere Gesundheit stark beeinträchtigen können. Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigten, dass Stoffe (wie etwa die Aromastoffe Diacetyl und 2,3-Pentandion) den Abtransport von Schleim und Fremdstoffen in den Atemwegen hemmen und folglich zu chronischen Lungenerkrankungen führen können. Und auch laut einem Bericht der WHO sind E-Zigaretten „unzweifelhaft schädlich und sollten daher Vorschriften unterliegen“.

E-Zigarette

USA: Mysteriöse Lungenkrankheit nach E-Zigaretten-Konsum

Und auch laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) ist der Genuss von E-Zigaretten alles andere als bedenklich. Demnach stieg die Anzahl der gemeldeten Fälle von Lungenproblemen durch E-Zigaretten in den letzten Wochen drastisch: Es handle sich insgesamt um ganze 153 Verdachtsfälle von Ende Juni bis zum 20 August. Atemnot- und Beschwerden, Brustschmerzen, Fieber und Übelkeit: Alle gemeldeten Fälle hatten den Konsum von E-Zigaretten (mit verschiedenen Substanzen (Liquids), wie Nikotin und Produkten auf THC-Basis) vor Eintreten der Symptome gemein. Laut Behörden werde immer noch nach einem Erreger für die Infektionen gesucht. Medienberichten zufolge musste ein junger Amerikaner aufgrund der Infektion in ein künstliches Koma versetzt und nun künstlich beatmet werden. Laut einem Statement des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sei der Zusammenhang hier durchaus „plausibel“.