Partnerschaft

Ein sauberes Haus oder Sex – was ist Menschen wichtiger?

Raus aus dem Chaos - Frühjahrsputz muss sein! /Bild:Fotolia/
Ein sauberes Haus oder Sex – was ist Menschen wichtiger?
Melanie Payerl

Wer lebt nicht gerne in sauberen und gepflegten vier Wänden? Vor allem im Frühling neigen viele dazu, das ganze Haus auf den Kopf zu stellen und von oben bis unten gründlich zu putzen. Doch was bringt das Putzen tatsächlich – und macht es uns wirklich glücklich? Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2016 nannten 30 Prozent der Befragten „Meinungsverschiedenheiten über die Hausarbeit“ als Hauptgrund für Untreue und Trennungen. Eine andere Studie ergab, dass es sehr wichtig ist, die Hausarbeit zwischen den Partnern gerecht aufzuteilen, um eine glückliche Ehe zu führen. Ein unordentliches Zuhause kann ein Gefühl von Überforderung, Hilflosigkeit und Angst vermitteln, diese Gefühle können wiederum die Art und Weise beeinflussen, wie man seinen Partner behandelt. Unordentlichkeit kann sich also negativ auf die Beziehung auswirken.

Saubere Wohnung oder Sex?

Sauberkeit

Eine neue Umfrage von Decluttr ergab, dass 44 % der Menschen, wenn sie sich entscheiden müssten, einen sauberen Lebensraum gegenüber Sex bevorzugen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man nicht beides haben kann. Bei der Studie gaben von 1000 Menschen rund 50 % der Befragten an, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, mit dem Partner Sex zu haben, nachdem die Hausarbeit erledigt ist. Erstaunlicherweise gaben 60 % der Befragten an, dass ein sauberes und strukturiertes Schlafzimmer sie wirklich in Stimmung bringt. Im Grunde genommen gibt es auch nichts Unattraktiveres als ein schmutziges, unordentliches, überladenes Zuhause. In einer Umfrage gaben 40 % der Amerikaner an, die Beziehung mit dem Partner zu beenden, wenn dessen Haushalt unordentlich ist.

Was macht Unordnung mit Menschen?

Unordnung

Wer sein Bett nicht einmal sehen kann, weil sich Bücher, Zeitungen und anderer Krimskrams darauf stapeln, kann dieses auch nicht mit jemand anderem teilen, erklärte Gayle Gruenberg eine professionelle Organisatorin. Warum stapeln wir Dinge und sind unordentlich? Die Antwort darauf ist vermutlich für jedes Individuum unterschiedlich. Oftmals fehlt einfach die Zeit, um den Haushalt auf Vordermann zu bringen. In einigen Fällen steht Unordentlichkeit jedoch auch mit der psychischen Gesundheit in Zusammenhang. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Hoffnungslosigkeit sowie Antriebslosigkeit sind Anzeichen einer Depression, Betroffenen fällt es dann häufig schwer aufzuräumen und Ordnung zu halten. Das soll jedoch keine Ausrede sein, um sein Haus nicht zu putzen, denn in den meisten Fällen ist das Chaos und die Unordentlichkeit kein Anzeichen einer Depression – und man ist schlichtweg einfach nur ein kleiner Faulpelz.