Gesundheit

Eine Stunde zurück – bald ist es wieder soweit!

Die Zeitumstellung steht kurz bevor. /Bild: Fotolia
Eine Stunde zurück – bald ist es wieder soweit!
Melanie Payerl

Bald ist es wieder so weit, wir stellen die Uhren um eine Stunde zurück zur sogenannten Winterzeit. Den Nutzen der Zeitumstellung in der heutigen Zeit haben mit Sicherheit schon viele hinterfragt. Es gab bereits eine EU-weite Onlinebefragung zur Abschaffung der Zeitumstellung und diese zeigte ein klares Ergebnis. Mehr als 80% der mehr als 4,6 Millionen Menschen, die an der Befragung teilgenommen haben, haben sich gegen eine Zeitumstellung ausgesprochen. Bis es soweit ist, müssen die Uhren jedoch noch ein paar Mal vor und zurück gestellt werden. Doch voraussichtlich wird die Zeitumstellung abgeschafft.

Mehr  Herzinfarkte und andere Beschwerden

Zeitumstellung

Am 28. Oktober ist es wieder so weit, denn da werden die Uhren wieder um eine Stunde zurück gestellt. Bei vielen Menschen sorgt das jedoch keineswegs für Freude. Studien zeigen, dass in der Woche nach der Zeitumstellung vermehrt Patienten mit Herzinfarkten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Andere Menschen haben mit kleineren gesundheitlichen Beschwerden nach der Zeitumstellung zu kämpfen wie etwa Magen-Darm-Verstimmungen, Durchfall, Übelkeit oder starke Müdigkeit. Viele Menschen klagen auch über Konzentrationsschwierigkeiten und Leistungsschwäche. Die gute Nachricht ist, dass diese Symptome in der Regel für rund eine Woche andauern und danach wieder abklingen. Kinder und Jugendliche leiden besonders häufig unter diesen Symptomen, bedingt durch das frühe Aufstehen oder das späte Zubettgehen. Aber auch älteren Menschen macht die Zeitumstellung immer wieder zu schaffen.

Studienergebnisse bestätigen Zusammenhang

Eine Studie der University of Colorado hat herausgefunden, dass es an den beiden Montagen nach der Zeitumstellung um 17 Prozent mehr Verkehrsunfälle gibt. Eine ältere Studie aus dem Jahr 1999, die von Forschern der Johns Hopkins University durchgeführt wurde, kam zu ähnlichen Ergebnissen. An den beiden Montagen nach der Zeitumstellung gab es am US National Highway um etwa 5% mehr Verkehrsunfälle.

Worin liegt die Ursache?

Veränderungen

Verantwortlich dafür ist die innere Uhr des Menschen. Genauer gesagt spielt das Hormon Melatonin eine wichtige Rolle, wenn es um den täglichen Zyklus des Körpers geht. Wenn es dunkel wird, steigt im Körper die Melatoninproduktion, dem sogenannten Schlafhormon. Durch die Dunkelheit wird im Körper mehr Melatonin ausgeschieden, was dem Gehirn signalisiert, in den Schlafmodus zu gehen. Durch den Sonnenaufgang wird die Melatoninproduktion gehemmt und wir fühlen uns wach. Die Zeitumstellung bedingt eine frühere Dämmerung abends und ein spätes Aufgehen der Sonne, somit wird der Rhythmus aus dem Gleichgewicht gebracht.