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EPO „Doping“ für Frühchen

[Bild: Joshua Rappeneker / Flickr ]
EPO „Doping“ für Frühchen
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EPO – kurz für Erythropoietin – hat einen schlechten Ruf. Die meisten Menschen denken sofort an Doping im Leistungssport. Doch für extrem früh Geborene könnte sich das Bluthormon als segensreich erweisen. Wie Schweizer Forscher der Universität Hôpitaux Universitaires de Genève in einer Studie zeigen konnten, senkt EPO die Häufigkeit von Hirnschäden und Defiziten in der Gehirnentwicklung. Diese stellen das größte Problem bei Neugeborenen dar, die vor der 32. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen.

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EPO senkt die Häufigkeit von Defiziten in der Gehirnentwicklung

Mit Hilfe von Magnetresonanztomografie konnte die positive Wirkung von EPO nachgewiesen werden. Säuglinge, denen das Hormon während der ersten drei Tage nach der Geburt gespritzt worden war, zeigten in der Folge deutlich weniger Anomalien der weißen und grauen Hirnsubstanz.

EPO ist vor allem im Sport als Dopingmittel zur Leistungssteigerung bekannt. An der im Journal of the American Medical Association  veröffentlichten Studie nahmen fast 500 Babys teil, die in der Schweiz zwischen der 26. und 31. Schwangerschaftswoche geboren worden waren.

EPO fördert die Produktion roter Blutkörperchen

Bei EPO handelt es sich um ein Hormon, das die Produktion von roten Blutkörperchen fördert. Synthetisches EPO wird zur Behandlung von Krankheiten wie Anämie eingesetzt, bei denen ein Mangel an roten Blutkörperchen vorliegt. EPO könnte aber auch Frühchen verabreicht werden, um dadurch auf Bluttransfusionen zu verzichten.

Kaum langfristige Schäden bei extremen Frühgeburten

Laut Russia Ha-Vinh Leuchter, eine der Autorinnen der Studie, ist die Schädigung der Gehirne bei den Kindern, die EPO erhalten hatten, viel geringer als bei der Kontrollgruppe, der ein Blindpräparat verabreicht worden war. Damit wurde laut der Wissenschaftlerin erstmals die positive Wirkung des Hormons auf die Gehirne von Frühchen nachgewiesen.

Nun soll weiter untersucht werden, ob die positiven Effekte auch im Alter von zwei beziehungsweise fünf Jahren zu beobachten sind.

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