Diät

Ernährung und Migräne: Wichtige Fakten

Unter Migräne versteht man eine neurobiologische Funktionsstörung. Die Ursachen sind teilweise noch ungeklärt./Bild:Fotolia
Ernährung und Migräne: Wichtige Fakten
Julia Haberl

Migräne zählt zu den häufigsten Formen von Kopfschmerzen und viele Menschen leiden darunter. Etwa jeder 10. ist von der Volkskrankheit betroffen. Die Häufigkeit der Migräneattacken ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich: Manche leiden ein bis zweimal pro Jahr unter solchen Kopfschmerzen, andere monatlich oder sogar täglich. Bei Migräne handelt es sich um stechende, pochende Kopfschmerzen mit teilweise starker Übelkeit. Die Migräne ist eine neurobiologische Störung. Die genauen Ursachen für solche Kopfschmerzattacken sind noch nicht vollständig erforscht. Auf jeden Fall kann es sich um ein Zusammenspiel aus psychischen und körperlichen Problemen handeln.

Lebensmittel als Trigger

Wenn innere und äußere Auslöser mit Genen zusammenwirken spricht man von Triggern. Solche Trigger induzieren die Entstehung von Migräne. Verschiedene Lebensmittel (Schokolade, Käse, Rotwein) stehen im Verdacht solche Auslöser zu sein. Bei manchen Menschen können diese Lebensmittel starke Reaktionen hervorrufen. Solche Kopfschmerzen werden jedoch eher zu den sekundären Kopfschmerzen gezählt. Der Unterschied, bei dieser Form können auch zusätzliche Nebenerscheinungen (Übelkeit, Juckreiz) auftreten.

Placebo-Effekt

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Wenn sich manche Menschen einbilden, in einer bestimmten Situation oder nach Konsumation eines bestimmten Lebensmittels einen Migräneanfall zu bekommen, dann kann dies tatsächlich vorkommen. Leider sind noch viele Fragen in Hinblick auf dieses Thema unerforscht. Man hofft zukünftig auf bessere Forschungsmethoden und neue Erkenntnisse.

Ernährungskarenz

Eine gewisse Diät ist bei häufig auftretender Migräne nicht notwendig. Hungerdiäten oder längerer Verzicht auf Nahrung können sogar sich negativ auf die starken Kopfschmerzen auswirken. Der Konsum von Alkohol kann auch ein Auslöser für die Entstehung von Migräne sein – unter anderem durch seinen hohen Fructosegehalt. Ausreichend zu trinken ist äußerst wichtig, damit das Gehirn gut durchblutet wird. Trotzdem wird die Wirkung von der Nahrung auf die Entwicklung der Migräne von Wissenschaftlern als eher gering eingeschätzt. Mit regelmäßigen Mahlzeiten, einem erhöhten Ballaststoffgehalt, sowie viel Flüssigkeit ist eine gute Basis für die Ernährung bei Migräne gegeben. Außerdem sollte Stress und andere psychische Belastungen bestmöglich verhindert werden. Auch diese können die Entstehung von Migräneattacken fördern. Behandlungsmöglichkeiten für die periodischen Kopschmerzen sollten unbedingt mit dem Hausarzt abgesprochen werden.