Gesundheit

RaucherInnen erblinden doppelt so häufig wie Nicht-RaucherInnen

Laut dem britischen "Royal National Institute of Blind People" ist Rauchen gefährlicher für unser Sehvermögen, als viele glauben/ Bild: Fotolia
RaucherInnen erblinden doppelt so häufig wie Nicht-RaucherInnen
Paulin Klärner

Wie schädlich Rauchen für den ganzen Organismus ist, wird häufig diskutiert – der Einfluss von Tabak auf die Haut, die Verdauung, die Lunge und das allgemeine Krebs-Risiko sind hinlänglich bekannt. Doch auch die Augen leiden unter dem ständigen Zigarettenqualm.

Zigarettenrauch als Gefahr für Sehvermögen

In einem vor kurzem bei BBC veröffentlichten Statement des Royal National Institute of Blind People wird behauptet, dass RaucherInnen sogar doppelt so häufig erblinden wie Nicht-RaucherInnen. Demnach kann Rauch mit seinen Chemikalien eine Reihe von Erkrankungen der Augen begünstigen. Laut dem Bericht können sich beispielsweise im Rauch enthaltenes Kupfer und Blei in der Linse der Augen sammeln und diese folglich trüben. Und auch die Netzhaut kann demnach in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn die Blutgefäße durch den Qualm beschädigt werden.

Andere Erkrankungen, an denen RaucherInnen häufiger leiden als Nicht-RaucherInnen sind laut ExpertInnen beispielsweise der plötzliche Sehverlust durch eine mangelnde Blutversorgung des Auges („Optikusneuropathie“) oder eine „Makuladegeneration“ (AMD), an der normalerweise nur alte Menschen erkranken und die auf Dauer zu schweren Sehstörungen fühen kann. Doch nicht nur RaucherInnen, sondern auch Personen, die eng mit jenen zusammenleben sind von den zahlreichen Folgen von Passivrauchen betroffen. Demnach haben auch PassivraucherInnen Studien zufolge ein erhöhtes Risiko, an altersbedingter Makuladegeneration zu erkranken. „Es gibt Studien zum Thema Makuladegeneration-Risikofaktoren, die klar nachweisen, dass Rauchen nach Genetik und Alter den stärksten Risikofaktor für eine altersbedingte Makuladegeneration darstellt“, so Dr. Susanne Binder, Fachärztin für Augenheilkunde in Wien im Interview mit der österreichischen Ärztezeitung.