Bewegung

Extremsport kann Burnout begünstigen – stimmt das tatsächlich?

Burnout: Ein Phänomen, das auch durch extremen Sport ausgelöst werden kann /Bild: Fotolia
Extremsport kann Burnout begünstigen – stimmt das tatsächlich?
Melanie Payerl

Ein kleiner Lauf vor dem Frühstück, nach der Arbeit noch ins Fitnessstudio, und morgen steht ein Home-Workout an: All das ist für viele Hobby-Extremsportler die tägliche Routine. Oftmals besteht nicht einmal am Wochenende Zeit, um sich auszuruhen, denn da steht bei vielen ein langer Lauf oder eine ausgedehnte Fahrradtour auf dem Programm. Das besagt zumindest der selbst gesteckte Trainingsplan, um bis zum Frühlingsmarathon noch fit zu werden. Bei Extremsportlern, die ihre sportlichen Ziele fest im Auge haben, kann es aufgrund von privaten, beruflichen und körperlichen Stress auch zu einem Burnout kommen.

Symptome eines Sportler –Burnout

Sport-Burnout

Sportpsychologen definieren Burnout als körperliche, emotionale Erschöpfung in Verbindung mit einer geminderten sportlichen Leistung. Betroffen davon sind im Prinzip alle Altersgruppen, egal ob im Jugendsport oder bei pensionierten Marathonläufern mit klaren Zielen – im Grunde ist keine Altersgruppe davon ausgenommen. Besonders gefährdet sind jedoch alle Menschen, die sich auf eine Sportart spezialisiert haben. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte nach folgenden körperlichen Anzeichen Ausschau gehalten werden: Verspannungen, andauernde Müdigkeit, leichte Reizbarkeit, verringerte Energie, Schlafstörungen, sowie Erschöpfung und eine Leistungsminderung im Training treten bei Burnout besonders häufig auf. Oftmals sind diese Symptome auch Indikatoren für andere Erkrankungen wie etwa einer Depression. Ein ärztlicher Rat kann in jedem Fall für Klarheit sorgen.

Wie kann ein Burnout bei Extremsportlern vorgebeugt werden?

Wie so oft ist auch in diesem Fall Vorbeugung besser, als Nachsorge. Wer merkt, dass einem selbst der Sport zu viel wird, der sollte sich eine Auszeit vom Sport nehmen oder zumindest das harte Training sowie die Trainingsintensität reduzieren. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich auf mehrere Sportarten zu konzentrieren, anstatt auf eine einzige. Besonders empfehlenswert sind Entspannungsübungen wie etwa autogenes Training, Meditation oder Yoga. Letzteres vereint Sport und Entspannung, damit können gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen werden. Burnout bei Hobbyathleten kann in jedem Fall vermieden werden – sowohl bei Jung und Alt. Wer nach den genannten Symptomen Ausschau hält und auf sein eigenes Gefühl hört, der hat in jedem Fall ein geringes Risiko an einem durch extremen Sport  verursachtes Burnout zu erleiden.