Partnerschaft

Facebook führt Dating-Funktion ein

Facebook steigt in den Ring der Dating-Apps ein. /Bild: Fotolia
Facebook führt Dating-Funktion ein
Trixi Kouba

Facebook will in den kommenden Monaten eine Dating-App auf der Plattform einführen und macht damit Tinder & Co. große Konkurrenz. Laut Mark Zuckerberg sei das Ziel der App keine einmaligen sexuellen Abenteuer, sondern „echte langfristige Beziehungen“.

Auf einer Konferenz stellte Facebooks CEO Mark Zuckerberg diese Woche ein neues Feature auf der sozialen Plattform vor. Die neue Kuppel-App sei mit Blick auf Sicherheit und Privatsphäre entworfen worden. Die soziale Plattform war in der letzten Zeit unter enormen Druck hinsichtlich Datenschutz ihrer User geraten. Nach dem Skandal stellte Facebook ein neues Tool vor, mit welchem die „Browser History“ von Usern gelöscht werden kann.

Suche außerhalb des Freundeskreises

app

Das Dating-Profil soll in einem anderen Bereich der Seite und getrennt vom regulären Facebook-Profil zugänglich sein. Dem Nutzer sollen nur Personen außerhalb des eigenen Freundeskreises vorgeschlagen werden. Die Suche selbst erfolgt nur mit Vornamen. Durch das Browsen verschiedener lokaler Events können Matches generiert werden. Die zwei Personen werden dann in einem Messenger miteinander verbunden, der unabhängig von WhatsApp und dem Facebook Messenger funktioniert. Damit soll der Weg des „natürlichen Datings“ kopiert werden. „Es spiegelt die Art wieder, wie sich Personen tatsächlich verabreden, nämlich normalerweise auf Events und über Institutionen, mit denen sie verbunden sind“, erklärte der Chief Product Officer Cox. Die Features sollen der bekannten Dating-App Tinder sehr ähnlich sein.

Tinder-Aktien stürzten ab

tinder

Für andere Dating-Apps war Facebooks Ankündigung ein harter Schlag. Tinder und OKCupid der Match Group verzeichneten ihren schlimmsten Tag in den letzten zwei Jahren. Die Aktien fielen nach Zuckerbergs Ankündigung laut der Nachrichtenagentur Bloomberg um über 21%. Auch die Mutterfirma ICA verzeichnete einen Aktienfall um 14%.

 

Partnerschaft