Gesundheit

Feines, dünnes Haar: Ernährungs- und Pflegetipps

Die Ursachen für eine fehlende Haarfülle liegen vor allem in den Genen. Doch auch natürliche Prozesse können Haarausfall und dünnes Haar fördern. / Bild: Fotolia
Feines, dünnes Haar: Ernährungs- und Pflegetipps

Viele Menschen träumen von einer wallenden Mähne. Fülliges Haar wird auch bei der Partnersuche unbewusst häufig mit Gesundheit und „guten Genen“ assoziiert und erscheint so als besonders attraktiv. Die Ursachen für voluminöses wie aber auch jene für sehr feines, dünnes Haar liegen vor allem in den Genen. Dünnes Haar sowie diesem vorausgehender Haarausfall kann jedoch auch durch andere Ursachen wie hormonelle Veränderungen, den natürlichen Alterungsprozess oder auch eine schlechte Ernährung- und Lebensweise bedingt sein. Vor allem bei letzteren Ursachen lässt sich mit einigen Ernährungs- und Pflege-Tipps wirkungsvoll etwas mehr Volumen in dünnes Haar zaubern:

Pflege von innen heraus:

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Hand auf’s Herz: Die Haardicke und –textur lässt sich mit gesunder Ernährung oder einer Lebensstiländerung grundsätzlich nicht verändern, da sie genetisch bedingt ist. Mit einem allgemein gesunden Lebensstil sowie einer nährstoffreichen Ernährung kann dünnes Haar jedoch dennoch etwas fülliger erscheinen. Denn häufig liegt dünnem, feinen Haar auch ein Vitamin- oder Nährstoffmangel zugrunde.

Kollagen: Besonders wertvoll sind Nahrungsergänzungsmittel mit dem Faserprotein Kollagen, das einen Großteil der Haut bildet und für deren Straffheit sorgt. Doch Kollagen spielt ebenso eine Schlüsselrolle in der Verankerung der Haarfollikel und beeinflusst die Zellteilung sowie auch das Zellwachstum neuer Haare. Mit Kollagen kann so effektiv einer Ausdünnung der Haare vorgebeugt werden.

Vitamin B: Auch die Vitamine der B-Gruppe, allen voran Biotin (Vitamin B7) beeinflussen die Gesundheit unserer Haare positiv. Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Biotin bilden vor allem Milchprodukte, Eier sowie Nüsse und Haferflocken.

Zink: Auch Zink fördert das gesunde Haarwachstum indem es unter anderem für die Zellproduktion und die Bildung von Haarproteinen verantwortlich ist. Natürlich enthalten ist Zink vor allem in Quinoa, Hülsenfrüchten und Garnelen.

Silizium: Das Spurenelement sorgt nicht nur für die Elastizität von Nägeln und Haut, sonder spielt auch puncto Haargesundheit eine Schlüsselrolle. Natürlich enthalten ist es etwa in Getreidesorten wie Gerste und Hafer.

Ungesunden Ernährungs- und Lebensstil meiden!

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Ein ungesunder Lebensstil, der auch eine Mangelernährung inkludiert lässt sich neben genetischen Faktoren ebenso für ausbleibendes Wachstum neuer Haare, vermehrten Haarausfall sowie dünn erscheinendes, brüchiges Haar verantwortlich machen.

Nährstoffmängel erkennen und Zucker meiden: Kommt es im Körper zu einer Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Fetten und Proteinen oder zu einem Mangel an Vitaminen, leidet auch das Haarwachstum darunter. Auch eine ungesunde Ernährungsweise, welche vermehrt Zucker sowie einfache Kohlehydrate beinhaltet, wird mit Haarausfall assoziiert.

Stress reduzieren: Doch auch eine ungesunde, kräftezehrende Lebensweise, die von Stress begleitet wird, kann Haarausfall fördern. Hier ist es besonders wertvoll, auf eine seelische Balance zu achten und auch im Alltag für ausreichend Entspannung und Erholung zu sorgen.

Übermäßige Haarbehandlung vermeiden: Vor allem starke Hitzeinwirkungen können sich ungünstig auf die Haarqualität auswirken und dünnes Haar fördern. In diesem Fall empfiehlt sich das Meiden von Glätteisen, Lockenstab sowie zu starke Hitzeeinwirkung durch Föhnen. Besser: Lockenwickler verwenden und die Haare – sofern die Umgebungstemperatur warm genug ist – lufttrocknen.

Medikamente als Ursache berücksichtigen

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Auch gewisse Medikamente können Haarausfall und damit dünnes Haar fördern. Unter diesen sind in erster Linie Betablocker, manche Antidepressiva, der Gestagenanteil der Antibabypille sowie das Absetzen dieser zu nennen. Doch auch Schilddrüsenpräparate, manche Antiepileptika sowie Medikamente gegen Bluthochdruck können mit Haarausfall und damit einer abnehmenden Haarfülle in Verbindung gebracht werden.